„Rohstoffmangel“: Die GfA in Geiselbullach. Foto: kn

Die GfA hat ein Müllproblem

Dachau - Auch das ist die Wirtschaftskrise: Die GfA in Geiselbullach bekommt zu wenig Müll von Betrieben. Die Einnahmen des kommunalen Entsorgungsunternehmens sinken.

Weil das Jahr 2008 wirtschaftlich sehr erfolgreich gewesen sei, könne die GfA die Delle im Jahr 2009 aber voraussichtlich abfedern, sagt Geschäftsführer Thomas König. „Wir haben Gewinne gemacht, und die werden wir heuer auch bitter nötig haben." Auf absehbare Zeit wird es demnach keine Preiserhöhung für die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck geben, die gemeinsam Eigentümer der GfA sind. Und selbst wenn: Das muss noch nicht bedeuten, dass auch die Müllgebühren für die Haushalte steigen werden. Landrat Hansjörg Christmann hatte eine Erhöhung erst kürzlich bis auf Weiteres ausgeschlossen.

54.000 Tonnen Müll von Privathaushalten bekommt die GfA pro Jahr, an Gewerbemüll sind es etwa 40.000. Normalerweise. Im Januar allerdings gab es Betriebe, die überhaupt nichts nach Geiselbullach brachten. Neue Lieferanten zu finden, ist schwierig. In ganz Deutschland gibt es immer mehr Verbrennungsanlagen, die Konkurrenz wird immer größer. Damit fallen die Preise. König: „Abfall ist ein Wirtschaftsgut. Das ist alles streng marktwirtschaftlich.“ (mm)

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