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Die Magnetschwebebahn der Firma Bögl wird seit 2012 auf dem Gelände des Unternehmens getestet.

Machbarkeitsstudie

Kommt der Transrapid nun doch? CSU prüft Verbindung nach Dachau

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Es sollte ein Vorzeigeprojekt werden, der Transrapid zum Münchner Flughafen. Dann wurde das Vorhaben aus Kostengründen eingestellt. Jetzt wird eine Verbindung von München nach Dachau geprüft.

Dachau/ München - Die Worte des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (77, CSU) werden immer mit dem Transrapid verbunden bleiben. 2002 sagte Stoiber: „Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München. Mit zehn Minuten. Ohne, dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen. Dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen. Am Hauptbahnhof in München Ihren Flug.“ Mehr war vom Projekt Transrapid nicht übrig geblieben. Das Vorhaben war 2008 aus Kostengründen eingestellt worden. Nun bringt es die CSU im Rathaus wieder aufs Tapet.

Landkreis Dachau lässt Machbarkeit einer Magnetschwebebahn prüfen 

Die Fraktion fordert in einem Antrag die Verwaltung auf, gemeinsam mit dem Landkreis Dachau sowie den Kommunen Dachau und Karlsfeld eine Machbarkeitsstudie zu lancieren, um die Möglichkeiten einer Anbindung durch innovative Transportmittel, wie etwa eine urbane Seilbahn oder die Neukonzeption einer Magnetschwebebahn durch das Unternehmen Bögl, zu prüfen.

Die Firma aus der Oberpfalz testet seit 2012 auf eigenem Gelände eine Modifizierung einer Magnetschwebebahn. Laut Unternehmen hat der Zug in mehr als 100 000 Fahrten gut 65 000 Kilometer hinter sich gebracht. Die Bahn ist kleiner als der ursprünglich von Siemens entwickelte Transrapid und auf Streckenlängen von fünf bis 30 Kilometer ausgelegt.

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CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl sieht Mobilität als eine der größten Herausforderungen

CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl (43) sagte: „Die Mobilität von morgen ist eine der größten Herausforderungen, die wir als Landeshauptstadt München zu bewältigen haben. Ein Blick über den Tellerrand hinaus ist hier unabdingbar. Deshalb fordern wir zusammen mit der Stadt und dem Kreis Dachau und Karlsfeld eine gemeinsame Machbarkeitsstudie, um den Münchner Norden sowie das Umland möglichst schnell und effizient zu entlasten.“ Mit den klassischen Verkehrsträgern könnten die steigenden Mobilitätsbedürfnisse im Großraum München perspektivisch nicht gelöst werden.

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„Neue, innovative Transportmittel haben das Potenzial, insbesondere die schienengebundenen Verkehrsträger schnell und wirtschaftlich zu ergänzen.“ Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) freut sich, „wenn die Politik für den Ausbau des ÖPNV auch unkonventionelle Vorschläge ins Spiel bringt“, sagt Sprecher Matthias Korte. „Wir dürfen nur nicht aus den Augen verlieren, dass es auch bei neuen Verkehrsmitteln nicht um den Selbstzweck gehen darf, sondern vor allem der Nutzen für die Fahrgäste zu prüfen ist.“ 

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