Mit goldenem Krönchen auf dem Kopf sang Karin Ruckerbauer zu Bernd Irmlers Gitarrenmusik über menschliche Würde. Foto: sch

Mundartromantik über Gott und die Welt

Schwabhausen - Karin Ruckerbauer hat ihren Zuhörern in Schwabhausen spirituell angehauchte Mundartromantik geboten. In der Alten Post trat sie das letzte Mal gemeinsam mit Bernd Irmler auf.

Die hauptberufliche Religionslehrerin tritt seit einem Jahr mit einem Programm aus „lauten und leisen Liedern über Gott, die Welt und das Leben“ auf, die in ein gefälliges musikalisches Gewand verpackt sind. Einige ihrer Stücke hat Karin Ruckerbauer schon auf CD herausgebracht.

Ihr Auftritt in Schwabhausen war der zehnte und gleichzeitig letzte gemeinsame mit dem Gitarristen Bernd Irmler. In Zukunft will sich die fünfunddreißigjährige Liedermacherin, die vier Kinder hat, selbst auf der Gitarre begleiten.

Ihre kleinen stimmlichen Schwächen nahm ihr das Publikum sowieso nicht übel, da es hauptsächlich aus Bekannten und Freunden bestand. So sang Karin Ruckerbauer also beseelt und hingebungsvoll von all den menschlichen Befindlichkeiten wie Tugenden und Untugenden, von Träumen und Wünschen, Ehrlichkeit und Glauben. Als sie über die Würde sang, die jeder Mensch in sich trägt, setzte sie sich ein goldenes Krönchen auf den Kopf. Sie beschäftige sich viel mit Märchen, die randvoll seien mit uralten Erfahrungen über die Menschen, erklärte sie die kindische Anwandlung.

Recht lustig war ein Lied über die schlechte Angewohnheit des Ratschens über andere. Einen redlichen Menschen interessiert natürlich nicht, was die anderen machen oder haben, denn er hat genug mit sich selbst zu tun, lautete ihre Textbotschaft. Die Band „Die Ärzte“ hätte einen ähnlichen Song herausgebracht („Lass die Leute reden“), der ihrem sehr ähnlich sei – da müsse sie mal „nachhaken“, meinte die Sängerin scherzhaft. (sch)

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