Haben sich zu einer tollen Truppe gemausert: die Schuhplattler von Eisenhofen mit ihrem „Trainer“ Michael Arzberger. Foto: kn

Mit Musik anfangs nichts am Hut gehabt

Eisenhofen - Als sich im Januar 2005 einige Eisenhofer und Hofer Burschen zum ersten Training trafen, um das Schuhplattlern zu erlernen, wusste noch keiner was ein „Sechser-Schlag-links-vorn“ oder auch ein „Kreuzsechser“ ist. Mittlerweile sind die Schuhplattler von Eisenhofen sehr gefragt.

Michael Arzberger, Quetsch’nspieler und der Mann, der sich zuvor schon ein wenig mit dem Schuhplatteln befasst hatte, war jedoch guten Mutes, dem vor ihm stehenden Haufen aus musikalisch und taktmäßig völlig unbewanderten jungen Leuten im Gasthaus Gschwendtner einen ersten Schuhplattler beizubringen.

Also startete man mit dem „Haislratz-Plattler“ den man ab nun jeden Mittwoch trainierte. Über die Monate hinweg wurden weitere zwei Plattler eingeübt, so dass man im Juni 2005 den ersten Auftritt bestreiten konnte. Das Publikum war begeistert und der erste Erfolg spornte die Gruppe an, weitere Plattler einzustudieren und bereits bekannte zu verbessern.

So sind bis heute 16 verschiedene Plattler im Programm. „Schnacklwalzer“, „Inntaler“ und „Reit im Winkel“ sind nur ein paar der einstudierten Stücke, wobei auch selbstzusammengestellte Choreografien, wie zum Beispiel der weltweit erste und einzige Einhandplattler „Prosit-Plattler“ zum Besten gegeben werden.

Über die Jahre hinweg wuchs auch die Zahl der Schuhplattler an. Aus anfangs neun Leuten sind die Eisenhofer Schuhplattler auf mittlerweile 17 Personen, inklusive Quetsch’nspieler, angewachsen. Neben Geburtstagen, Weihnachtsfeiern und Vereinsfesten sind auch immer wieder außergewöhnliche Auftritte im Schuhplattlerjahr vorhanden.

Auftritte wie beim „Nachbarschaftsfest Alte Heide München“ oder auch bei der „Matinee 2009“ des JTSC Karlsfeld machten die Schuhplattler aus dem Dachauer Hinterland auch über die Landkreisgrenze hinaus bekannt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Äpfel, Bärlauch, Brombeeren, Quitten für alle – und umsonst!
Am Hebertshauser Bahnhof gibt es einen „Griachal-Baum“. Viele kennen das bayerische Wort gar nicht mehr, aber Griachal sind kleine Pflaumen: „Ich wusste erst gar nicht, …
Äpfel, Bärlauch, Brombeeren, Quitten für alle – und umsonst!
Seine Familien stehen geschlossen hinter Löwl
Stefan Löwl bringt so leicht nichts aus der Fassung. Doch in seiner Rede bei der Kreisdelegiertenversammlung der CSU versagt ihm die Stimme. Tief bewegt, mit Tränen in …
Seine Familien stehen geschlossen hinter Löwl
Bürger haben Angst vor Elektrosmog und lautem Surren
Der Stromnetzbetreiber Tennet baut eine Höchstspannungsleitung durch den Landkreis. Viele Anwohner haben Sorgen, sogar Angst vor Auswirkungen.
Bürger haben Angst vor Elektrosmog und lautem Surren

Kommentare