Der Musik-Countdown läuft

Dachau - Elf Bands haben jeweils 1111 Sekunden alles auf der Bühne gegeben. Ihr Lohn war der Jubel von 600 begeisterten Besuchern. Glück hatte, wer noch ins Thomahaus hineinkam. Denn der Anstrum war riesengroß.

„Musikinstrumente anstecken, Mikrofone bereithalten und losspielen“ lautete das Motto bei der erneuten Auflage von „plug & play“ im Thomahaus. Elf Bands verschiedener Musikrichtungen stellten sich dabei einem rund 18-minütigen Countdown, bei dem sie ihr Bestes geben konnten. Dabei hing über den Köpfen der Musikgruppen ein Bildschirm, der die verbleibende Spielzeit anzeigte und auf den die Musiker immer wieder mit einem Auge schielten.

Denn genau 1111 Sekunden hatten die Musiker Zeit, um die rund 600 Konzertbesucher im Hermann-Stockmann-Saal zu begeistern. Doch als die erste Band „T4U“ von Bandleader und gleichzeitig Veranstalter Rainer Rackl bereits spielte, warteten noch einige Besucher in einer langen Schlange vor dem Thomahaus. Der Ansturm war ungebrochen.

Nach und nach kamen die Wartenden in den Saal und hatten das Glück, den Musikern noch lauschen zu können. Denn um circa 20 Uhr meldete Veranstalter Rainer Rackl den Einlassstopp: „Wir sind komplett ausverkauft und können wegen dem Brandschutz niemanden mehr reinlassen.“

Einige Besucher mussten deswegen auch draußen stehen bleiben. Umso ausgelassener war die Stimmung im Inneren, vor allem als „Bob & the Welcome Refugees“ aufspielten. Der Gitarrist der Dachauer Musikgruppe „Just Chanpero“ Robert Freudenberg gründete die Band mit syrischen und afghanischen Flüchtlingen aus der Asylbewerberunterkunft in Jetzendorf. Deshalb spielten die „Welcome Refugees“, wie sie sich selbst nannten, als erstes „Mia san a bayerische Band“ von der Spider Murphy Gang und fügten später hinzu „Mia san a arabische Band“. Ausgelassen tanzten die Zuhörer im Saal und ließen sich von den arabischen Gesangssolos verzaubern. Und die gute Stimmung zog sich auch bei den späteren Bands durch. Bei „Hard Rock“ mit „Lem Motlow“, fetzigem Zigeuner-Swing des „Hot Club Dachau“, irischer Volksmusik der „Sulzemooser Saubuam“ und einem weiteren Highlight des Abends mit „Susi und den Schreinerbuam“ und ihrem „boarischen Techno“ konnten die Konzertbesucher einen bunt gemischten Abend erleben.

Anna Schwarz

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