Musik, die es viel zu selten gibt

Dachau - ClickClickDecker, das ist Musik, wie sie sein sollte: Intelligent durchdachtes Songwriting trifft auf poetische Texte, in denen ein junger Mann erzählt, wie er sein Umfeld wahrnimmt.

Kevin Hamann ist der Frontmann der Hamburger Band ClickClickDecker, die auf ihrer Deutschlandtour halt in der Dachauer Friedenskirche gemacht hat. Wenn Hamann zur Gitarre greift und vor dem Mikrophon steht, ist er Sprachrohr – Sprachrohr einer Gesellschaft und Sprachrohr einer Stadt, der Stadt in der der gebürtige Berliner derzeit lebt: Hamburg. Er bewegt sich in seinen Liedtexten dort, er erzählt Geschichten von dort, nichts Hochtrabendes, eher die kleinen Ereignisse, die man nur dann wahrnimmt, wenn man genau hinsieht. So legt der Songwriter den Finger in die Wunde unserer Gesellschaft.

Musikalisch fahren ClickClickDecker in der Schiene der Popmusik, die nur funktioniert, wenn man ihr zuhört, wenn man die Band live kennenlernt oder ihre Musik oft hört. Hamanns Musik kommt eben aus dem Norden, dort ist es oft kalt, und so brauchen Songs, bis sie auftauen. Dann aber entfachen die meist ruhig gehaltenen Lieder eine Energie, die sich aufstaut, die man in sich trägt und herausschreien will. ClickClickDecker, das ist Hamburg. (cse)

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