Nebel wie in einem Edgar-Wallace-Krimi

Dachau - So eine dichte Nebelwand hat es im landkreis Dachau noch nie gegeben. Verstärkt wurde die "Suppe" durch den Rauch von Raketen, der nicht mehr abziehen konnte.

Wer die Szenen im englischen Moor in einem alten Edgar-Wallace-Krimi in den 60er Jahren vor Augen hatte, fühlte sich in der Neujahrsnacht in Stadt und Landkreis Dachau auf die britische Insel versetzt. Man konnte die Hand nicht vor den Augen sehen, so dick war „die Suppe“. Dabei war der Nebel nicht allein der Grund.

Verstärkt wurde die graue Wand durch die zahllosen Silvester-Raketen, die in allen Gemeinden des Kreises pünktlich um Mitternacht in den Nachthimmel geschossen wurden. Durch den bereits vorhandenen Nebel konnten die Rauchschwaden nicht mehr abziehen und so entstand die bislang im Landkreis Dachau einmalige Situation, wie ein langjähriger Wetterbeobachter uns gestern auf Nachfrage bestätigte.

Tatsächlich konnten vor allem Autofahrer nur noch im Schritttempo vorwärts kommen, ganz rechts sich an der Straßenbegrenzung orientierend, in der Hoffnung, dass sich dort kein Fußgänger aufhält. Und die Autofahrer versicherten, dass der Nebel sich nicht durch Alkohol im Inneren der Fahrzeuge entwickelt hatte. Allerdings: Dachaus Polizei musste in der ersten Nacht des neuen Jahres so manche Trunkenheitsfahrt stoppen (siehe Bericht auf dieser Seite). Dem starken Wetterphänomen geschuldet wurde allerdings kein schwererer Unfall, lediglich Blechschaden wurde gemeldet. gö

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