Sorge um Frank Plasberg: „Hart aber fair“-Moderator erkrankt - Kollegin übernimmt

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Die Linie 724 ist recht unpünktlich: Sie hat einen komplizierten Fahrtweg und steht im Stau wie jedes andere Fahrzeug. Ab Dezember ist Abhilfe geplant. foto: hab

Neue Buslinie: Auf direktem Weg von Dachau-Süd zum Kräutergarten

Dachau - Zum Thema Bus in Dachau sind im Verkehrsaussschuss der Stadt Dachau mehrere Punkte verabschiedet worden: Eine neue Linie, 744, soll eingeführt werden, der Probebetrieb der Linie 724 an Sonn- und Feiertagen soll ein Jahr weitergeführt werden, die Linie 719 soll in die Grundversorgung übernommen werden.

Die Stadtwerke Dachau haben die Linie 724 überprüft und festgestellt: Sie ist recht unpünktlich. 71 Prozent der Fahrten von Süd nach Nord kommen zu spät und 46 Prozent der Fahrten von Nord nach Süd. Das ist nicht sehr erstaunlich, denn wie Gerald Nübel, technischer Werkleiter der Stadtwerke, in der Sitzung statuiert, „sind Busse normale Verkehrsteilnehmer“ - und stehen also genauso im Stau wie jedes andere Fahrzeug. Zudem hat die Linie 724 einen komplizierten Fahrtweg: Dieser führt von der Moosstraße in Dachau-Süd zum Bahnhof, dann zurück Richtung Süden über die Münchner Straße, weiter zum Schulzentrum Augustenfeld und dann hoch bis zum Kräutergarten - und wieder zurück. Was nicht allen Kunden gefällt: „Viele wollen lieber den direkten Weg fahren“, so Nübel. Also schlugen die Stadtwerke vor, eine zusätzliche Linie einzuführen: Linie 744. Die fährt nicht über die Münchner Straße und das Schulzentrum, sondern über die Frühlingstraße und die Schleißheimer Straße weiter in Richtung Kräutergarten, und endet außerdem am Bahnhof. Auf der Strecke Richtung Kräutergarten sollen sich also die Linie 744 und die Linie 724 zu einem 20-Minuten-Takt ergänzen. Die neue Linie 744 soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 eingeführt werden. Es gab keine Gegenstimme.

Franz-Xaver Vieregg von der ÜB plädierte dafür, die Linie 724 zumindest noch ein Jahr lang im Probebetrieb weiterzuführen. Eigentlich hatte die ÜB beantragt, sie in den Regelbetrieb zu überführen. Laut ÜB hatten über 1000 Bürger mit ihrer Unterschrift darum gebeten, der „,Sonntags-Bus“ werde von den Einwohnern gerne angenommen. Doch die Zahlen sprechen dagegen: Sie liegen bei drei Fahrgästen pro Fahrt. Die Anerkennung einer Grundversorgung beim Landratsamt liegt bei mindestens zehn Fahrgästen pro Fahrt. „Jeder Bus kostet Geld. Unser Geld“, betonte Günter Heinritz (SPD). „Man muss eine Linie auch mal einstellen, wenn der Bedarf nicht da ist - auch wenn er noch so laut behauptet wurde.“

Ein Experte der Stadtwerke erklärte, dass es grundsätzlich jedoch möglich sei, den Durchschnitt der Fahrgastanzahl an allen sieben Tagen der Woche auszurechnen, und damit vielleicht in die Mindestanzahl für die Grundversorgung zu kommen. So beschloss der Ausschuss mit vier Gegenstimmen, diese Version dem Landratsamt anzubieten, zusammen mit einem weiteren Jahr Probebetrieb - da half auch kein verzweifelter Ausruf Heinritz: „Aber in der Realität ändert das doch nichts!“

Die Linie 719, der „City-Bus“, hat sich laut Stadtwerke bewährt und soll nun in die Grundversorgung übernommen werden. Auch laut Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU), die ihn selbst oft benutzt, ist die Linie „ein Erfolgsmodell“. Denn: „Der Takt ist so kurz und so individuell, dass man es aushält, zu warten.“ Dazu gab es keine Gegenstimme.

Ein Antrag wurde aber abgelehnt: der der ehemaligen Stadträtin Elisabeth Schilhabel auf ein kostenloses Bussystem in ganz Dachau.

Nina Praun

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