Die ASV-Youngsters (hier im Spiel gegen Feldmoching) eliminierten den TSV Jetzendorf.

Im neunten Anlauf hat es geklappt

Dachau - Im neunten Anlauf hat es endlich geklappt: Der ASV Dachau hat sich erstmals in die Siegerliste des Dachauer Hallenfußball-Masters eingetragen. Mit ausführlichem Videobericht!

Videoberichte zum Hallenmasters in Dachau

Für einen Eklat sorgte am Finaltag der TSV Jetzendorf: Gegen die ASV-Youngsters im Viertelfinale klar zurückliegend, verließen die Bezirksliga-Kicker aus Protest gegen die Schiedsrichter-Leistung das Parkett.

„Wir haben im gesamten Turnier nur ein schlechtes Spiel gezeigt – und auch das haben wir gewonnen.“ Stolz wie Oskar lustwandelte Herbert Reischl nach der letzten Schlusssirene durch die Katakomben der an allen sechs Turniertagen gut besuchten Georg-Scherer-Halle. Nicht nur der souveräne Auftritt der von ihm trainierten 1. Mannschaft hatte es dem Turnier-Organisator angetan, auch die herzerfrischenden Darbietungen der munter drauflos spielenden Youngster zauberten ein Dauerlächeln ins Gesicht des Coaches.

Dass ein paar der technisch gut ausgebildeten, schnellen und kampfstarken Nachwuchsspieler schon in der BOL-Rückrunde im Kader der ersten Mannschaft auftauchen könnten, sei, so Reischl, nicht auszuschließen.

Der Titelverteidiger aus Karlsfeld präsentierte sich heuer als launische Diva. Im ersten Viertelfinalspiel gegen Maisach (1:3) wirkten die BOL-Kicker vom Sportpark Jahnstraße phlegmatisch und uninspiriert, dank einer kämpferischen Steigerung retteten sie sich im Rückspiel ins Siebenmeterschießen, das sie schließlich knapp mit 8:7 gewinnen konnten.

Im Halbfinale waren die Karlsfelder gegen den ASV Dachau allerdings chancenlos, da habe sein Team, so Reischl begeistert, der Eintracht eine Lektion erteilt.

Im Endspiel traf der ASV auf den BOL-Konkurrenten aus Feldmoching, der im Halbfinale die nach fulminanten Aufholjagden ausgepumpten ASV-Youngsters mit 7:4 eliminiert hatte. Auch im Finale ließen die ohne Schwachpunkte agierenden Dachauer nichts anbrennen, mit 3:1 gewannen sie das letzte Match des Turnieres gegen die zwar mit einigen Hallen-Spezialisten wie Tolga Toprak oder Engin Yazgi angetretenen, in der Tiefe aber nicht so ausgeglichen wie der ASV besetzten Feldmochinger.

Erstmals waren beim Hallenmasters sechs Mannschaften dabei, die nicht in der Dachauer Region um Punkte spielen. Mit dem SC Maisach (6.) und der SpVgg Feldmoching (2.) haben zwei Vertreter dieses Gästesextetts die letzte Finalphase erreicht, der ganz große Wurf ist den Auswärtigen aber nicht gelungen. „Das zeigt, dass in unseren Breiten guter Hallenfußball geboten wird“, so Reischl stolz.

(ge)

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