Rund um die Uhr sind die Eltern für die Kinder da.

Nicolas (4) braucht dringend Hilfe

Dachau - Der kleine Nicolas ist mehrfach behindert. Die kostspieligen Therapien werden von den Krankenkassen höchstens teilweise finanziert. Der Vierjährige ist dringend auf Hilfe angewiesen.

Nicolas Mutter, Ariane Magg, hat vor rund viereinhalb Jahren Zwillinge bekommen. Die Schwangerschaft ist schon nicht leicht gewesen. Genau wie die Geburt: Die Zwillinge kommen etwas zu früh auf die Welt. Doch der Arzt sagt – ganz zur Erleichterung der Eltern Ariane und Lukas Magg – „wenn sie so schreien, sind sie gesund“. Ein Irrtum.

Die beiden Jungen werden auf die Frühchenstationen zweier verschiedener Kliniken gebracht. Mutter Ariane pendelt zwischen den Kliniken hin und her. Einen Monat bleiben die Zwillinge im Krankenhaus. In der Zeit sitzen Papa und Mama jeden Tag stundenlang bei ihnen und können es kaum erwarten bis sie die Neuankömmlinge endlich mit nach Hause nehmen können.

Doch kurz vor dem geplanten Entlassungstermin passiert es dann: Dominic bekommt auf dem Arm seines Vaters einen Krampfanfall. Nach einem weiteren Anfall muss er in die Klinik auf die Intensivstation.

Bald darauf zeigen sich bei Brüderchen Nicolas ähnliche Symptome. Zunächst vermuten die behandelnden Ärzte Rotaviren, die bei Neugeborenen öfters vorkommen. Doch es dauert nicht lange, da zeigt der Ultraschall, dass innerhalb von Stunden die Gehirne der Babys zu großen Teilen zerstört wurden. Eltern und Kinder werden durchgecheckt um eventuell die Ursache zu finden. Man kommt zu dem Ergebnis, dass die Babys wahrscheinlich von einem hochaggressiven Virus befallen worden sind. Aufgeschnappt haben können sie diesen von jedem, der mit ihnen in Kontakt war. Genetische Ursachen sind auszuschließen.

Schwerstbehindert kommen die Zwillinge nach Hause. Aber die Eltern geben nicht auf. Kaum eine Therapie, die sie nicht ausprobieren – sogar zu einem Wunderheiler fahren sie. Doch all das bringt keinen Erfolg.

Und als sei dies alles nichtschon genug, sind im Winter 2006 bei Vater Lukas Magg die Tumormarker plötzlich wieder erhöht. Zu diesem Zeitpunkt sind die Zwillinge zweieinhalb Jahre alt. Der Vater hatte in den Jahren zuvor schon einige Krankenhausaufenthalte hinter sich gebracht, Operationen und Chemobehandlungen. Er wird nochmals operiert, ein weiterer Lymphknoten entfernt. Gefunden wird nichts, doch die Blutwerte bleiben bis heute kritisch.

Rund um die Uhr sind die Eltern für die Kinder da. Plötzlich stirbt der kleine Dominic im November aus unerklärlichen Gründen. Ihre ganze Kraft und Liebe konzentrieren die Eltern nun auf Nicolas. Er ist blind, kann nicht sprechen, versteht aber einige Wörter und kann darauf reagieren. Er lernt stetig dazu, was die Eltern, einschließlich die Oma, mit viel Freude erfüllt.

„Die Therapien für Nicolas sind leider sehr teuer, aber doch sehr hilfreich. Die Kosten werden von der Krankenkasse gar nicht oder nur teilweise getragen“ erklärt Mama Ariane Magg. Dabei geht es etwa um die so genannte Deveny-Therapie und eine Reittherapie.

Wer helfen will, kann auf das Konto von Ariane Magg unter dem Kennwort „Spende für Nicolas“, Kontonummer 1 40 70 79 29 bei der Volksbank/Raifeisenbank Dachau (BLZ 70 09 15 00) einen Betrag überweisen.

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