Offen und fair mit den Bauern umgehen

Dachau - Heftige Kritik übt der Dachauer BBV-Obmann Anton Kreitmair (CSU) an seiner eigenen Partei. Er hofft auf eine Politik-Wende.

„Die herben Verluste der großen Parteien im ländlichen Raum sind bezeichnend. Da bleibt zu hoffen, dass die CSU endlich versteht, dass eine derart unzuverlässige Politik nicht mehr vertretbar ist“, äußert BBV-Kreisobmann Anton Kreitmair. „Bayerische Politik muss offen und fair mit dem bäuerlichen Berufsstand umgehen. Das hat sie im letzten Jahr leider versäumt. Das Ergebnis der Wahl spricht für sich.“

Kreitmair vermutet, dass viele Bauernfamilie als Wähler den großen Parteien verloren gingen. Den einen habe man Versprechungen gemacht, die offensichtlich nicht gehalten werden können, bei anderen hat man deshalb stark an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Kreitmair hofft nun, dass die gesamte bayerische Politik in Zukunft wieder geradlinig und ehrlich mit den bayerischen Bauern und Bürgern umgeht. Die Zeiten, in denen die Politik unrealisierbare Ziele lobt und verspricht diese weiterzuverfolgen, wohl wissend, dass diese nicht annähernd mehrheitsfähig sind, müssen endlich der Vergangenheit angehören, verlangt Kreitmair. Kreitmair erwartet, dass alle Wahlversprechen eingehalten werden und erinnert daran, dass CDU/CSU und FDP unter anderem zugesagt haben, die Agrardieselsteuer an französisches Niveau anzupassen. Weiterhin muss dafür gesorgt werden, dass der Absatz von Milchprodukten gefördert wird, dass für bayerische hochveredelte Nahrungsmittel neue Exportmärkte erschlossen werden. Der BBV-Chef fordert die Anpassung aller nationalen Gesetze auf europäisches Niveau, eine Neuordnung der Biokraftstoffe sowie die Möglichkeit einer steuerfreien Risikorücklage. „Das sind Ziele, die von der Bundesregierung bis Weihnachten auf den Weg gebracht werden müssen.“ dn

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