Pflegeheim in der Ortsmitte Odelzhausen ist ausgewogener Kompromiss

Odelzhausen - Der Gemeinderat Odelzhausen hat sich erneut mit dem Bebauungsplan für das geplante Pflegeheim in der Ortsmitte beschäftigt.

Die Untere Naturschutzbehörde kritisiert, dass entgegen früherer Planungen die Gebäude in Nord-Süd-Richtung gedreht wurden. Bei dieser Anordnung der Gebäude rücke die Bebauung deutlich näher an die Glonn heran, was eine deutlich größere Flächenversiegelung zur Folge habe. Hinzu komme, dass bei dieser Form der Bebauung noch weniger vom Gehölzbestand erhalten werden könne und die neue Ortsrandbepflanzung nicht im bisher vereinbarten Umfang realisierbar sei. Der Gemeinderat sah aber keine Alternative. Ein Pflegeheim erfordere eine gewisse Größe und Mindestbettenzahl, um wirtschaftlich arbeiten zu können.

Nach langwierigen Planungen und Verhandlungen mit verschiedenen Investoren und Betreibern sei das Grundstück nun an eine Firmengruppe verkauft worden, die eine „solide und gute Führung des Hauses“ verspreche, teilte Bürgermeister Konrad Brandmair mit. Der Rathaus-Chef: „Wir sind überzeugt, mit der vorliegenden Planung einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Natur und unseren gesellschaftlichen und sozialen Aufgaben gefunden zu haben.“

Auch von Nachbarn gab es Einwände. Sie verlangen einen Lärm- und Sichtschutz. Sie befürchten, das ihre Grundstücke voll einsehbar werden und fühlen sich beobachtet. Aufgrund der nahen und hohen Bebauung verlören ihre Häuser und Grundstücke sehr an Wert. Und der geplante Kinderspielplatz stelle eine zusätzliche Lärmbelästigung dar.

Der Gemeinderat wollte auch diesen Einwänden nicht nachkommen und hielt an der Planung fest. Pflegeheime seien aufgrund geringer Lärmemissionen auch in reinen Wohngebieten zulässig. (sm)

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