Planfeststellungsverfahren durch

Und es klappt doch: Ausbau der Linie A

Dachau - Endlich hat es geklappt. Endlich hat das Eisenbahn-Bundesamt den Planfeststellungsbeschluss für die Linie A erlassen. Und das heißt: Die größte Hürde zum Ausbau ist genommen.

Das Bangen ist vorbei. Endlich. Das Planfeststellungsverfahren ist seit Mittwoch durch – und damit eine Aufgabe, die, wie es immer wieder hieß, so aufwendig sei, dass das Eisenbahnbundesamt sie erst bis zum Sommer schaffen könne. Rein personell gesehen. Doch genau diese Ausrede hatte die CSU-Wahlkreisabgeordnete und Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt nicht gelten lassen. Im Oktober war Hasselfeldt zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath (CSU), Landrat Hansjörg Christmann (CSU) und Altomünsters Bürgermeister Konrad Wagner (FW) bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer angetanzt, um mal ein ernstes Wort mit dem Chef des Eisenbahnbundesamtes, Gerald Hörster, zu reden.

„Damals stand es Spitz auf Knopf“, berichtet Hasselfeldt. Sie bat Hörster damals, Personal aus anderen Stellen zusammen zu suchen, um die Linie A endlich richtig anpacken zu können. Und siehe da: Es hat gewirkt. Hörster hat sein Versprechen gehalten und der Beschluss wurde, wie versprochen, Ende Januar erlassen. „Diese erste Hürde ist nun genommen“, sagte Hasselfeldt gestern erleichtert. „Und das war alles andere als selbstverständlich.“ Auch Seidenath kann aufatmen: „Es ist sehr erfreulich, dass das Eisenbahnbundesamt sein Wort gehalten hat“, betonte der Landtagsabgeordnete gestern Abend. „Und zwar auf den Tag.“

Allerdings kommen nun noch einige weitere Hürden auf die Politiker zu: Schon kommende Woche soll der Plan in den Gemeinden ausgelegt werden. Dann kann es Einwendungen geben, vielleicht sogar Klagen „was ich nicht hoffe“, betonte Hasselfeldt. Dazu soll noch in der ersten Hälfte dieses Jahres die Bahn die Grundstücksverhandlungen führen. Außerdem wird geprüft, ob der Schienenersatzverkehr möglich ist, der den Politikern sehr am Herzen liegt – damit der Ausbau auch während der Schulzeit vorangeht.

Trotz alldem ist Hasselfeldt optimistisch, dass der Bau noch in diesem Jahr beginnen und die neue elektrifizierte Linie A zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 in Betrieb genommen werden kann – „wenn alle Beteiligten ihre Hausaufgaben machen“, sagte Hasselfeldt. Ansonsten muss eben noch einmal ein ernstes Wort geredet werden.

Von Nina Praun

Rubriklistenbild: © fkn

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