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Elton John im Porträt.

Porträts mit scharfem Auge

Dachau - Mit ihr wollen sich sogar Stars fotografieren lassen: Die Dachauerin Sabine Dubitzky-Donath zeichnet mit Bleistift leidenschaftlich gerne Portraits. Nun stellt sie ihre Werke in der Vhs-Geschäftsstelle aus.

Weil der Schweizer Rockband „Gotthard“ die Portraits ihres verstorbenen Leadsängers Steve Lee so gefallen haben, durfte Sabine Dubitzky-Donath Portraits für dessen Gedenkfeier anfertigen. Steve Lees Nachfolger war dann so begeistert, dass er unbedingt ein Selfie mit der Künstlerin wollte. „Das war mir eigentlich unangenehm“, gestand sie bei der Eröffnung ihrer neusten Ausstellung.

„Gesichter“ heißt sie und ist in der Vhs-Geschäftsstelle in der Münchner Straße zu sehen. Im Gang und den Büros hängen überwiegend Bleistiftzeichnungen. Sie zeigen Portraits von Stars: Elton John, Peter Gabriel, David Garrett, Nigel Kenedy, Anastacia und natürlich Steve Lee. Sie blicken den Betrachter mal verführerisch, mal nachdenklich oder ernst an. Dubitzky-Donath zeichnet die Gesichter von Fotos ab - und das akribisch, detailliert und plastisch. „Am wichtigsten sind die Augen“, erklärte sie. „Die Augen müssen leben, sonst wirkt das ganze Portrait nicht.“ Ihr Mann Frank Donath geht sogar weiter und sagte: „Von Weitem sehen ihre Bleistiftzeichnungen aus wie Fotos.“ Rund zwölf Stunden braucht sie für ein detailreiches Portrait, denn sie steckt jede Mühe und auch Bewunderung in ihre Werke. „Ich bewundere auch Maler, doch Musiker bewundere ich noch mehr, denn Musik kann ich selbst nicht machen.“ Ihre Vorliebe zum Rock-Pop wird somit beim Gang durch den Vhs-Flur deutlich.

Ergänzend zu den schwarz-weißen Werken stellt Sabine Dubitzky-Donath außerdem farbige Zeichnungen von Blumen und Landschaften aus. Auch diese zeugen vom scharfen Auge der Künstlerin. „Zeichnen ist wie Meditieren für mich, da komme ich runter und kann entspannen“, verrät die Dachauerin und Galerie-Besitzerin. In Zukunft wolle sie sich mehr in die „spirituelle Richtung“ bewegen. Das bedeutet, sie traut sich demnächst an Jesus- und Maria-Darstellungen.

Zuerst konzentriert sie sich jedoch voll auf ihren Portrait-Zeichenkurs ab 4. April. Dieser ist auch der Grund, warum die Künstlerin in den Vhs-Räumlichkeiten ausstellt. „Seit kurzem ist Sabine eine Vhs-Dozentin“, erklärt Anita Engelbrecht von der Vhs und überreicht ihr als Begrüßung einen Blumenstrauß. „Noch sind Plätze frei“, sagt sie in die kleine Runde der Eröffnungsfeier.

(mik)

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