Als Kind im Widerstand: Mirijam Ohringer erhält am 30. April den Dachau-Preis für Zivilcourage. Foto: kn

Preis für Zivilcourage geht an Mirijam Ohringer

Dachau - Der Dachau-Preis für Zivilcourage geht an Mirijam Ohringer. Die Jüdin (Jahrgang 1924) war schon als Jugendliche im Widerstand tätig. Der Preis wird am 30. April verliehen.

Während des Zweiten Weltkriegs schwebte Mirijam Ohringer in Amsterdam in ständiger Gefahr, in eines der NS-Vernichtungslager deportiert und ermordet zu werden. Trotzdem war sie als Kurier an Aktivitäten des niederländischen Widerstands beteiligt. "Ihr Mut war beispiellos", so Oberbürgermeister Peter Bürgel.

Der Dachau-Preis für Zivilcourage wird seit 2005 im zweijährigen Turnus vergeben. Die bisherigen Preisträgerinnen sind Maria Seidenberger und Lina Haag. Mit dem Preis soll das Vermächtnis der Opfer der Konzentrationslager und des vielfältigen Widerstandes gegen das NS-Regime lebendig erhalten werden. Ausgezeichnet werden können Personen oder Gruppen, die sich mit Mut, Phantasie und Engagement für die Rechte von Verfolgten und von diskriminierten Minderheiten einsetzen. (mm)

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