Lettland vor Polen und Eschenried: Manfred Betz (2.v.l.) bedrängt die vor ihm liegenden Maciej Janowski und Maksims Bogdanovs. Foto: kn

Profifahrer bändigen den Stier vom Moos

Eschenried - Der Eschenrieder Speedway-Fahrer Manfred Betz hat beim WM-Vorlauf in Neustadt/Donau Platz zehn belegt. Um sich für das Semifinale zu qualifizieren, hätte er Sechster werden müssen.

„Ein Blick auf das Gesamtresultat zeigt, wo im Speedwaysport momentan der Takt angegeben wird“, erzählt Betz-Papa Jürgen. „Alle sechs für die nächste Runde qualifizierten Fahrer starten in der bärenstarken polnischen Liga.“

Den Sieg in Neustadt sicherte sich der Slowake Martin Vaculik, er gewann das Stechen vor dem punktgleichen Polen Maciej Janowski. Platz drei sicherte sich ebenfalls ein Aktiver aus Polska, Gregorsz Zengota verfehlte das Stechen nur um einen Punkt. Neben diesem Trio haben sich die Letten Maksims Bogdanovs und Vjaèeslavs Giruckis sowie der Deutsche Juniorenmeister Max Dilger (Lahr/Sulz) das Ticket für die Vorschlussrunde im kommenden Juni eingesackt.

Manfred Betz, der sich aus beruflichen und finanziellen Gründen keinen Einsatz in einer der europäischen Profiligen leisten kann, kämpfte bei seinem ersten großen internationalen Einsatz mit offenem Visier. „Manfreds Biss unterm Helm war da, aber mit Kampfkraft allein ist gegen die auch motortechnisch überlegenen Asse aus dem Osten nichts auszurichten“, stellte Jürgen Betz nach dem Quali-Renntag fest. „Aber mein Sohn kann erhobenen Hauptes nach Hause fahren, immerhin hat er je einen Aktiven aus Deutschland, Tschechien, Österreich und Italien sowie die beiden überforderten Fahrer aus Frankreich hinter sich gelassen.“

Der „Stier vom Moos“, wie Manfred Betz in der nationalen Speedwayszenen respektvoll genannt wird, zog ein positives Fazit: „Es war eine Ehre, für Deutschland antreten zu dürfen. Ich hoffe nun, dass meine Motivation für weitere Einsätze hoch bleibt.“

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