Feierstunde im Jugendgästehaus, v.l.: Gabriele Fograscher (links) mit den fünf Preisträgern. Foto: sch

Projekt "Gedächtnisprojekt" ausgezeichnet

Dachau - Das Dachauer Projekt „Gedächtnisbuch – Namen statt Nummern“ ist einer von fünf südbayerischen Preisträgern im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2008“.

Die Preisvergabe mit der Bundestagsabgeordneten Gabriele Fograscher fand im Jugendgästehaus statt. Insgesamt wurden 53 Initiativen und Projekte für vorbildliches, nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz und gegen Extremismus und Gewalt als Preisträger ausgewählt.

Die Idee zum „Gedächtnisbuch – Namen statt Nummern“ war bereits 1998 entstanden. In einer Broschüre sind einige der mittlerweile über 100 Biographien nachzulesen. Das Gedächtnisbuch ist ein Projekt eines Trägerkreises mit dem Dachauer Forum, der Versöhnungskirche, dem Jugendgästehaus, dem Förderverein für Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit und dem Bischöflichen Beauftragten für KZ-Gedenkstättenarbeit. Ziel ist es, das Schicksal der Menschen wieder sichtbar zu machen, die hinter den Opferzahlen stehen. Damit soll ihnen ein kleiner Teil ihrer von den Nationalsozialisten geraubten Identität wiedergegeben werden.

Der Wettbewerbsbeirat lobte das Gedächtnisbuch als „wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur, weil es sich aktiv mit dem Schicksal von KZ-Häftlingen beschäftigt und das Nachdenken in Gang setzt“. (mm)

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