Ein weihnachtliches Konzertprogramm bot das Streichorchester L’Arte del Mondo im Dachauer Schloss. Foto: Habschied

Die pure Weihnachtsfreude

Dachau - Festlicher Lobpreis auf die Geburt Jesu Christi, instrumental und vokal, kennzeichnete das letzte Schlosskonzert des Jahres und transportierte die pure Weihnachtsfreude.

Das Streichorchester „L’Arte del Mondo“ brachte strahlenden Barockglanz in den Dachauer Schlosssaal. Unter der Leitung von Konzertmeisterin Andrea Keller musizierte es nach dem epochalen Vorbild im Stehen. Die Musiker, allen voran die erste Geige, spielten mit Körpereinsatz, wiegten sich im Rhythmus, lebten die Melodie. Mit feinem Gespür und sensibler Melodienführung intonierten sie virtuos und lebendig.

Sie zeichneten in feiner Ausgewogenheit ein harmonisches Bild, in das sich die Sopranistin Hannah Morrison einfügte, als hätte sie der italienische „Engelmaler“ Raffaelo Santi selbst dorthin platziert.

Völlig unangestrengt und volltönend noch in den höchsten Höhen sang sie anspruchsvollste Passagen, überzeugte ohne jegliches Pathos in Arien und Rezitiven. Mit der Variation der Lautstärke und zauberhaften Kolorationen gestaltete sie ihren Gesangsauftritt eindrucksvoll und lebendig, ohne die Innigkeit des Vortrags in ausschließlich italienischer Sprache je zu untergraben.

Das Konzertprogramm unter dem Titel „Barocke Weihnacht in Assisi“ enthielt nicht nur Werke, deren Urheber zumindest zeitlich begrenzt einen Bezug zu Assisi, der Stadt des Heiligen Franziskus', hatten, es war mit den Concerti grossi von Arcangelo Corelli absolut abgestimmt auf Weihnachten. Die Streicher im Verbund mit dem Cembalo kreierten in konzentrierter Übereinstimmung und sichtbarer Musizierfreude eine harmonische Klangwolke: dicht und atmosphärisch, berührend und stimmulierend. (don)

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