Der Reform die nötige Zeit geben

Altomünster - Das Thema Mittelschule beschäftigt derzeit die Kommunen im Landkreis. Jetzt stand die geplante Hauptschulreform auch auf der Tagesordnung des Gemeinderates Altomünster.

Bei dieser allgemeinen Information machte Bürgermeister Konrad Wagner deutlich, dass die Einführung einer Mittelschule im September dieses Jahres nicht realistisch ist. Die Bürgermeister wollen sich selbst nämlich Zeit geben, geeignete Schulpartner zu finden, um Schulverbünde zu bilden.

Für Altomünster sei anhand der Entwicklung der Schülerzahlen absehbar, dass die Hauptschule „irgendwann einzügig geführt wird“, so Wagner, und nicht mehr alles anbieten könne. Einige Jahrgänge würden dann auch nicht mehr die nötige Lehrerzahl bekommen.

Gespräche über einen deshalb notwendigen Verbund sind möglich mit Erdweg, das seine Bereitschaft schon erklärt hat, mit Altomünster oder Indersdorf zusammenzugehen. Denkbar sei zudem ein Verbund mit Odelzhausen, „das ansonsten in der Luft hängt“, wie Wagner betonte oder landkreisübergreifend mit Sielenbach, das seine Hauptschüler bisher nach Altomünster schickt. Sielenbach will sich jedoch eher nach Aichach orientieren.

Ein weiteres Problem: Geht Altomünster keinen Verbund mit Indersdorf ein, würde sich Hilgertshausen/Tandern, bisher im Schulverband mit Altomünster, abspalten. Damit würden rund 50 weitere Schüler abgezogen.

„Andenken kann man alles“, so der Altomünsterer Gemeindechef. In erster Linie seien aber gute Verkehrsanbindungen zu berücksichtigen“, gab Gemeinderat Josef Riedlberger zu bedenken.

Weitere Gespräche werden die Bürgermeister im Februar oder März führen.

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