Nicht leicht zu ersetzen: Sekretärin Roswitha Asam verabschiedet sich nach 31 Jahren in den Ruhestand. Schüler und Lehrer lassen sie nur schweren Herzens gehen. Foto: gh

Roswitha Asam nimmt nach 31 Jahren Abschied von ihrer Schulfamilie

Altomünster - Roswitha Asam hat sich am letzten Schultag vor Weihnachten nicht nur in die Ferien, sondern auch in den Ruhestand verabschiedet. 31 Jahre lang war sie die gute Seele der Hauptschule.

Als Sekretärin war Asam nicht nur für die Schüler, sondern auch für alle Lehrer stets ein Ansprechpartner. So war es eine Selbstverständlichkeit, dass sich alle gemeinsam mit einer großen Feier von ihr verabschiedeten.

Für Roswitha Asam war ihre Tätigkeit an der Hauptschule ein Traumberuf. Das betonte sie auch in ihren Abschiedsworten noch einmal. „Die 500 Kinder waren meine Kinder, die Schule meine Familie.“ Dass die beliebte Sekretärin auch den Kindern ans Herzen gewachsen ist, bewiesen ihr die Schüler mit einem Abschiedslied, in dem sie Asam aufforderten, zu Besuch zurückzukommen, falls sie die Schule zu sehr vermissen sollte.

Viele Wünsche hatten die Kinder in ihre Lieder, Gedichte oder Geschichten gepackt. Damit sagten sie „ihrer“ Schulsekretärin für jedes Mal Tränentrocken oder Pflasteraufkleben danke. .

„Es war bestimmt nicht leicht allen Anforderungen gerecht zu werden, die möglichst gestern schon erledigt werden sollten“, betonte Bürgermeister Konrad Wagner, der als Schulverbandsvorsitzender einige Dankesworte an Roswitha Asam richtete. Doch als Sekretärin habe sie neben all ihrer Kollegialität und Verlässlichkeit auch immer ein offenes Ohr für jedes Anliegen gehabt – egal, wer damit zu ihr kam. „Sie haben immer einen Rat gewusst“, lobte Wagner.

Rektor Reinhardt Brückl sprach von einer Beziehung Asams zur Schule, von der stets beide Seiten profitiert hätten. Er selbst habe sie in den 31 Jahren nur ein einziges Mal sprachlos erlebt. Geschafft hatte das ein kleiner türkischer Bub, der zu ihr sagte: „Du Frau, du still!“

Die Gesundheit der Kinder ist Roswitha Asam immer besonders am Herzen gelegen. Sie hatte eine Bonbonkiste in ihrem Büro, mit der sie so manchen Kummer lindern konnte – nicht selten auch bei den Lehrern.

Mit stehenden Ovationen verabschiedeten sich alle Schüler und Lehrer von einer Sekretärin, die schwer zu ersetzen sein wird. (gh

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