Ergebnisse einer aufwändigen Spurensuche: Sabine Schalm mit Prof. Wolfgang Benz.

Sabine Schalm stellt Dissertation über KZ-Außenlager vor

Dachau - Nicht nur im Konzentrationslager Dachau litten Tausende Häftlinge unfasbaren qualen, sondern auch in den vielen Außenkommandos und Außenlagern. Sabine Schalm hat diese Lager in ihrer Dissertation erfasst - eine bislang einmalige Arbeit.

An 140 Standorten in Süddeutschland und Österreich mussten Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. „Jeder zweite Gefangene überlebte diesen mörderischen Arbeitsalltag nicht“, sagte die Berliner Historikerin bei einem Podiumsgespräch in der KZ-Gedenkstätte, wo sie die Dissertation mit dem Titel „Überleben durch Arbeit?" vorstellte. Kein Wachturm, kein Stacheldraht – kaum etwas ist von damals ist übrig geblieben. Für Sabine Schalm war es keine einfache Aufgabe, die wenigen Spuren zu finden.

Prof. Wolfgang Benz, der Schalms Dissertation betreute, sieht in ihrer Arbeit einen großen Verdienst: Sie trage einen großen Teil dazu bei, bestimmte Denkgewohnheiten aufzulösen: Dachauer Häftlinge waren nicht nur in Dachau. (mm)

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