Satte Erlöse von Dächern

Altomünster - Der Bauhof Altomünster und das Kläranlagengebäude bei Unterzeitlbach werden mit Fotovoltaikanlagen bestückt. Darauf einigte sich der Marktgemeinderat einstimmig.

Nur fünf Gemeinderäte machten sich aber für eine solche Anlage auf dem Feuerwehrgebäude in Altomünster stark.

IDas Gremium orientierte sich in erster Linie an einer Machbarkeitsstudie mit Wirtschaftlichkeitsberechnung. Darin zeigte sich, dass die Gemeinde mit satten Einnahmen aus den Anlagen rechnen kann. Am Beispiel Bauhof würde nach 20 Jahren Betriebszeit rund eine halbe Million Euro übrigbleiben. Bei einer kompletten Finanzierung über einen Kredit wäre die Anlage nach zehn Jahren Laufzeit über die Erlöse abbezahlt. Der gesamte Erlös aus den folgenden zehn Jahren würde der Kommune komplett zur Verfügung stehen.

Diese Wirtschaftlichkeitsberechnung basiert bereits auf einer erwartet reduzierten Einspeisevergütung und geht von realistischen Annahmen aus, wie der Kiemertshofener Ortssprecher und Experte in Sachen Fotovoltaik, Leo Asam, betonte. Die Gemeinde gehe mit einer solchen Entscheidung praktisch kein Risiko ein, zumal sich der Netzbetreiber eon während der Laufzeit auch an die vereinbarte Vergütungsleistung halten muss, wie Kämmerer Michael Eggendinger ausführte.

Die Verwaltung soll sich jetzt rasch an die Umsetzung machen. So muss zunächst eine so genannte Netzprüfung vorgenommen werden, um zu sehen, ob die Einspeisung des Stroms technisch überhaupt machbar ist. Auch soll geprüft werden, ob eventuell eine Gesellschaft gegründet werden muss.

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