Schule und Wirtschaft Hand in Hand

Dachau - Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat mit der Montessorischule Dachau und der Volksschule Bergkirchen eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben.

Ziel ist es, den Schüler in seiner Berufswahl zu unterstützen, aber auch um aus Unternehmersicht einen Kontakt zum Fachkräfte-nachwuchs herzustellen.

Michael N. Rosenheimer, Vorsitzender des IHK-Gremiums, sprach euphorisch von einem Pilotprojekt, das in Oberbayern eine absolute Vorreiterrolle einnehme. „Eine starke Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule ist heute wichtiger denn je“, betont Rosenheimer. Aktuell zeichne sich in Bayern ein gravierender Bewerbungsmangel ab. Deshalb sei es wichtig, frühzeitig in die Schulen zu gehen und die Partnerschaft mit den Schulen weiter auszubauen. „Nicht nur, um unseren Jugendlichen Berufs- und Lebensperspektiven zu eröffnen, sondern auch, um die Zukunft unserer Unternehmen zu sichern“, betont Rosenheimer.

Konkrete Maßnahmen sind etwa Schnuppertage und Praktika für Schüler in Unternehmen, Betriebserkundungen, Bewerbungstrainings für Schüler aber auch Schnuppertage für Lehrer in Unternehmen. Zudem sollen auch Berufe in der Schule vorgestellt werden. Ziel ist es so, den Unterricht praxisnah zu gestalten und die Jugendlichen früh an die Arbeitswelt und an die verschiedenen Berufsfelder heranzuführen. In diesem Zusammenhang beteiligen sich alle 30 Mitglieder des IHK-Gremiums Dachau Fürstenfeldbruck, darunter Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistung.

Bei der Auswahl habe man sich bewusst für eine Hauptschule entschieden. „Die Hauptschulen haben meist mit einem schlechten Image zu kämpfen“, betont Enrico Richter, Mitglied des IHK-Gremiums. Dabei werde jeder dritte Ausbildungsvertrag in den oberbayerischen IHK-Unternehmen mit einem Hauptschulabsolventen besetzt, so Richter.

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