Er geht: Bruno Bibinger im Gespräch. Foto: Koch

Seelsorger verlässt den Pfarrverband

Bergkirchen - Bergkirchen-Schwabhausen: Neupriester Bruno Bibinger erwartet eine neue Aufgabe.

Nach zwei Jahren verlässt der Neupriester Bruno Bibinger zum Monatsende den Pfarrverband Bergkirchen-Schwabhausen. Besonders schätzen gelernt hat er hier, wie er sagt, „die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen“. Gelernt habe er aber auch, „die Sicherheit und Gelassenheit, mit Menschen umzugehen“.

Trost und Zuwendung zu geben, bedeuten für ihn Seelsorge. Bei Trauerfeiern sei das Wichtigste, „da zu sein und zuzuhören“. Als „spannend“ bezeichnet er die Gründung des neuen Pfarrverbands Bergkirchen-Schwabhausen mit 13 Kirchen und unterschiedlich großen Pfarrgemeinden.

Ihn erwartet eine neue Aufgabe als Kaplan in den beiden Pfarrverbänden Neumarkt/St. Veit und Schönberg mit sogar 38 Kirchen. Dabei kommen ihm die gesammelten Erfahrungen in den vergangenen zwei Jahren sehr zu Gute.

In Bergkirchen und Schwabhausen habe sich das Symbol der ineinander greifenden Hände schon gut umsetzen lassen. Allerdings räumt er auch ein, dass manchmal Signale von Bedeutung sein können, indem „im Pfarrhaus wieder das Licht brennt“. Das war der Fall, als er vor zwei Jahren in das verwaiste Pfarrhaus in Schwabhausen einzog.

Der 32-jährige Seelsorger hat seine berufliche Laufbahn zunächst als Bankkaufmann in seiner Heimatgemeinde Schliersee begonnen und immer schon gern mit Menschen zu tun gehabt. Diese Erfahrungen, gerade was die Verwaltungsarbeit angeht, möchte er nicht missen, aber der Beruf in der Bank füllte ihn nicht aus, so dass er sich zum Studium der Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München entschloss. Als Diplom-Theologe setzte er seinen Weg entschlossen fort, mit den Stationen der Weihe zum Diakon und Neupriester.

„Ein Traum“ war für ihn, die Feier der Nachprimiz in Bergkirchen auf dem Rathausplatz in Verbindung mit dem Familienfest aus Anlass der 1200-Jahr-Feier der Ortschaft. Eine besondere Ehre erfuhr er, dass sein „Chef“, Pfarrer Albert Hack, es ihm überließ, die Messe zu zelebrieren.

Waren es in Bergkirchen mehrere hundert Leute, die aus allen Ortschaften gekommen waren, feierten in der Heimatgemeinde Schliersee, „wo eine Primiz immer etwas Besonderes ist“, sogar 2000 Menschen ihren Neupriester Bruno Bibinger, den alle kennen.

Edith Daschner als Sprecherin der Bergkirchner Kirchenverwaltung lobt die „hervorragende Zusammenarbeit“ mit Bruno Bibinger. Er sei in „seiner ruhigen und offenen Art“ bei den Leuten gut angekommen, und sie beglückwünscht den künftigen Pfarrverband zu diesem Kaplan. „Ein feiner Kerl“ nannte ihn zuvor, weniger offiziell, sein „Ausbilder“, Pfarrer Albert Hack. (ink)

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