Beliebter Schauspieler aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist tot

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Arbeiterdenkmäler: die schneeweißen Männer von Ernst Lüttringhaus. Foto: sch

"Seh am See" ist und bleibt eine besondere Ausstellung

Karlsfeld - Seit mehr als 20 Jahren gibt es "Seh am See". Und noch immer hat die Karlsfelder Kunstausstellung keinen Nachahmer gefunden. Auch die elfte Auflage hatte Besonderes zu bieten.

Auffällig war vor allem das, was der Olchinger Künstler Friedo Niepmann da am See so trieb. In einem „Kunsthandlungsauftritt“ bemalte er eine Leinwand mit Seewasser - bis zum Bauch im Karlsfelder See stehend. Die Leinwand blieb natürlich weiß.

Mehr zu sehen bei "Seh am See" war bei Ernmst Lüttringhaus, der schneeweiße Arbeiter aus papierähnlichem Kunststoff ans Ufer stellte. Hingucker auch Otti Patzelts und Asym Woltmanns „Kräuterbett“ und die gemalten Badeanzüge von Christa Endter, Renate Haffner und Hannelore Kraus, die täuschend echt zum Trocknen im Baum hingen. Zum Hinhören hingegen die Klangskulptur von Klaus Herbrich.

Ähnlich wie mit Friedo Niepmanns Wassermalereien verhält es sich mit der „Seebrille“ von Klaus Kühnlein: Der Blick auf die Kunst geschieht aus einer bestimmten Perspektive und ist immer subjektiv gefärbt. Viel poetischer war Lotte Helbigs Beitrag: der verlorene Schwanz einer Meerjungfrau aus schillernden Perlmuttknöpfen in der Uferzone. Ebenso Ingrid Wuttkes tönerne Schildkrötenkolonne, die unbeirrt dem Wasser entgegenstrebte.

"Seh am See" fiel heuer kreativer und kritischer aus als in den vergangenen Jahren. Und sie ist mit zwei Tagen eigentlich zu kurz. (mm)

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