Neue Sicht auf altes Schaffen: Gerhard Schmidl. Foto: Sch

Seine Bildsprache lässt vieles offen

Dachau - Gebhard Schmidl präsentiert neue und alte Arbeiten, die in der Zusammenschau spannend sind,weil sie eine kontinuierliche Entwicklung zeigen und Rückschlüsse zulassen.

Quadratische Holzreliefs schlummerten jahrzehntelang in einem Winkel im Atelier und entfalten nun, quasi wieder entdeckt, aufs Neue ihre großartige Wirkung. Akte räkeln sich in ungewöhnlichen Perspektiven und sind, obgleich nicht allansichtig, in größter Plastizität modelliert. Seine klare Bildsprache lässt vieles offen. Die Themen entstammen dem Alltag und den Empfindungen aus Erlebtem und Gesehenem, das der Maler mit Sinn für Psychologie und Ironie in seine Kunst überträgt.

In seiner aktuellen Malerei beschäftigte sich Gebhard Schmidl mit dem Aussage- und Stimmungsgehalt von Farbe. Vier monochromen Bildern in Rot, Grün, Blau und Gelb ordnete er entsprechende Inhalte zu. Das rote Bild ist voller Leben, das gelbe stellt eine Bordellszene dar. Die blauen und grünen Kompositionen haben mit einem knorrigen Nachtwald, Masken und einer rätselhaften Tür eine unwirkliche und bedrohliche Stimmung.

Die Ausstellung in der Kleinen Moosschwaige, St.-Peter-Straße 1 kann am Wochenende 26./27. November von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden. (sch)

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