"Er hat seine Frau vergöttert"

München/Rumeltshausen - Im Prozess gegen den 48-Jährigen, der auf seine Frau mit einem Hammer eingeschlagen hatte, wurde eine Bekannte des Paars vernommen. "Er hat seine Frau vergöttert", sagte sie.

Die Frau gab am Mittwoch einen tiefen Einblick in die Ehe des Angeklagten und des Opfers. Er habe alles gemacht, was sie sagte – und er habe es mit Hingabe gemacht. „Er hätte ihr noch die Füße geküsst.“

Als sie ihn vor 17 Jahren kennenlernte, sei er „lustig und ausgelassen“ gewesen, so die Zeugin. Doch dann sei seine manische Depression durchgebrochen, die er mit Alkohol zu verdrängen versuchte. Zudem habe er keine Arbeit, keine Aufgabe mehr gehabt. Er habe sich zurückgesetzt gefühlt, sagte die Zeugin.

Der Rumeltshauser sei aber zuvor nie aggressiv aufgetretenen. Bis zur Nacht auf den 11. August, als er seiner Frau mit einem schweren Fäustlingshammer 13 Mal auf den Kopf schlug. Eine plötzliche Panikattacke soll der Auslöser gewesen sein, so habe es der 48-Jährige in einem Verhör angegeben, sagte ein Polizist vor Gericht. „Ich musste irgendwas tun“, zitierte der Beamte den Angeklagten, der wegen versuchten Mordes vor Gericht steht. Das Urteil soll am Donnerstag fallen. (mm)

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