Dem Seniorenbeirat Karlsfeld droht die Auflösung

Karlsfeld - Steht der Seniorenbeirat vor dem Aus? Für die Wahl des Gremiums liegt Bürgermeister Stefan Kolbe gerade mal eine schriftliche Bewerbung vor.

„Das wäre jammerschade, wenn wir keinen Seniorenbeirat mehr haben“, meint Rathaus-Chef Kolbe. Der Seniorenbeirat hat in den neun Jahren seines Bestehens – das sind drei Wahlperioden – effektive ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Bis zum 19. Januar 2010 hatten die Karlsfelder Gelegenheit, Wahlvorschläge für die Wahl des neuen Seniorenbeirats am 18. Februar 2010 im Rathaus einzureichen. Nur eine Bewerbung liegt vor. „Bei über 4000 wahlberechtigten Senioren müssten doch sechs oder sieben Interessenten zusammen zu kriegen sein“, meinte Bürgermeister Stefan Kolbe in der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung. Die Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen verlängerte Kolbe um eine Woche auf den 26. Januar.

Fest steht: Richard Wanka, Vorsitzender des Seniorenbeirats Karlsfeld, darf nicht mehr kandidieren. In der Satzung ist festgelegt, dass man nur drei Wahlperioden in dem Gremium vertreten sein darf. Aus diesem Grund müssen auch Annemi Hiebsch und Uwe Hasselhorst aufhören. Zur Zeit bemüht sich Sozialreferentin Anita Neuhaus darum, einige der bisherigen Mitglieder zur weiteren Mitarbeit zu bewegen.

Neuhaus, die an den Sitzungen des Seniorenbeirats Karlsfeld teilnimmt und außerdem Vorsitzende des Kreis-Seniorenbeirats ist, würde es sehr bedauern, wenn sich das Gremium auflöst. „Dann geht ein wichtiger Ansprechpartner für die Senioren verloren.“ (ek)

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