Blasmusik und Gesang: Karl-Heinz Ziegler (oben) dirigierte das Orchester, Jürgen Rothaug leitete den Chor. Fotos: Ostermair

Serenade zum Geburtstag

Schönbrunn - Vor 40 Jahren war im Theatersaal des Franziskuswerkes die Geburtsstunde der Blaskapelle Schönbrunn. Unweit davon wurde nun das Jubiläum gefeiert.

Ein besonderer Ohrenschmaus war für die vielen Zuhörer die Serenade vor dem illuminierten Schönbrunner Schloss. Hier stand neben der von Karl-Heinz Ziegler geleiteten Blaskapelle auch das von Jürgen Rothaug geleitete Vocal Ensemble „Cantori“ im Mittelpunkt des Geschehens. Dass Chor und Orchester bestens harmonieren, wurde schnell deutlich.

Zunächst aber erfreute die Blaskapelle mit Richard Wagners Festmusik. Zur afrikanischen Volksweise „Ipharadisi“ zog Rothaugs Gruppe dann aber bereits singend und klatschend am Schlossplatz ein. „Wenn wir uns miteinander treffen, dann haben wir das Paradies“, wurde mit diesem rhythmischen Gesang deutlich zum Ausdruck gebracht. Bevor sich Rothaugs Ensemble mit dem Spiritual „I can tell the World“ in die Herzen des Publikums sang, nahm die Kapelle den derzeitigen Besuch einer Delegation aus der Röhrmooser Partnergemeinde Taradeau zum Anlass, um das Potpourri von Jean Treves „Melodies de la France“ anzustimmen.

Gekonnt moderiert haben sowohl Bertram Bossert (Blaskapelle) als auch Rothaug selbst. Man erinnerte dabei an eine Vielzahl gemeinsamer Auftritte zu einer Vielzahl von Anlässen.

Auf hohem Niveau stand Händels Feuerwerkmusik, eine Suite in fünf Sätzen, die von der Blaskapelle mit Bravour gemeistert wurde. Ein fetziges Stück von Gershwin war die Komposition „Blechbläser-Ensemble“. Dann war wieder Rothaugs Vocal-Ensemble an der Reihe, das den Popsong „Over the Rainbow“ zur Aufführung brachte und dafür donnernden Beifall erntete. Auch bei einem irischen Segenslied geizte das Publikum nicht mit Applaus. Sehr rührend war das „Hebe deine Augen auf“, was angesichts des Mendelssohns-Jahrs nicht fehlen durfte.

Der Schluss der beeindruckenden Serenade gehörte wiederum der Blaskapelle, die zunächst mit dem Florentiner-Marsch von Julius Fucik erfreute und als krönenden Schlusspunkt „Trumpet Tune“ nach Henry Turcell draufsetzte. In das bekannte Brahms-Lied „Guten Abend, gut Nacht...“ durften in dieser Abendstunde auch die Zuhörer einstimmen.

Dass sowohl die Generaloberin der Schönbrunner Franziskanerinnen, Schwester Benigna Sirl, als auch die Geschäftsführerin im Franziskuswerk, Schwester Maria Magdalena Egg, von den musikalischen Darbietungen begeistert waren, hat die Musiker der Jubiläumskapelle besonders gefreut. Auch der Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath, Vize-Bürgermeister Dieter Kugler und Altbürgermeister Sepp Westermayr haben Interesse an der Schönbrunner Musik gezeigt.

Bertram Bossert erinnerte, dass ganz in der Nähe des Schlossplatzes, nämlich im Theatersaal des Franziskuswerks, die Kapelle vor 40 Jahren ihren Anfang gefunden hat. Mittlerweile ist die Schönbrunner Blasmusik weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt.

ost

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