Die Absolventen mit Landrat Stefan Löwl (l.), der stellvertretende Schulleiterin Marianne Heidner (2.v.r.) und MdL Anton Kreitmair (r.): (hinten v.l.) Semesterleiter Ludwig Höck, Michael Böswirth, Michael Pabst, Thomas Barth, Stefan Kreitmair; (vorne, v.l.) Paul Offenbeck, Georg Kalmbach, Veronika Lerchl und Thomas Mair. foto: betz

Sie sind bereit für den Wettstreit

Dachau - Sie haben die Landwirtschaftsschule in Fürstenfeldbruck absolviert - und sind nun bereit: Für eine moderne Landwirtschaft, die sich den globalen Herausforderungen stellen kann.

Wer heute an Landwirtschaft denkt, hat hochmoderne Traktoren, breitflächige Mähdrescher oder effektive Biogasanlagen im Kopf. Mit der Feldbestellung von einst, wo noch zwei Ochsen an den Pflug gespannt waren, hat die moderne Landwirtschaft allerdings nichts mehr zu tun. Heute sind Landwirte vielmehr Manager, die sich den Herausforderungen der globalen Wirtschaft stellen müssen.

Das betonte die stellvertretende Schulleiterin der Fürstenfeldbrucker Landwirtschaftsschule Marianne Heidner bei der Abschlussfeier der „staatlich geprüften Wirtschafter für Landbau“: „Auch unsere Landwirtschaft ist der weltweiten Konkurrenz von Nahrungsmittelerzeugern ausgesetzt und muss sich den wettstreitenden Interessen einer industrialisierten Gesellschaft stellen.“

Darauf müssen sich nun auch die acht Absolventen und zukünftigen Betriebsleiter aus dem Landkreis Dachau einstellen: Paul Offenbeck, Veronika Lerchl, Thomas Mair, Michael Böswirth, Michael Pabst, Stefan Kreitmair und Georg Kalmbach.

Auch Thomas Barth (21) aus Bibereck bei Bergkirchen hat sich für die Weiterbildung vom Landwirt zum geprüften Wirtschafter für Landbau entschieden. Seine Motivation dafür war: „Ich wollte die Betriebswirtschaftslehre noch besser kennenlernen, kann jetzt noch den Meister draufsetzen und damit auch selbst Lehrlinge ausbilden.“ Außerdem habe er nach den zwei Wintersemestern an der Landwirtschaftsschule und den Praxistage im Sommer ein größeres Fachwissen.

Denn neben der Wirtschaftlichkeit des eigenen Betriebes kommen auf die zukünftigen Betriebsleiter heutzutage auch fachrechtliche Auflagen, zum Beispiel bei der Düngeausbringung, Güllelagerung oder beim Stallbau zu: „Natürlich hat man heutzutage mehr Bürokratie in allen Bereichen der Landwirtschaft, aber die ist ja teilweise auch vom Bürger so gewollt. Damit muss man eben leben“, sagt Thomas Barth.

Trotz der Auflagen will sich der 21-Jährige nicht von seinem Traumberuf in der Landwirtschaft abbringen lassen - entgegen dem allgemeinen Trend. Denn obwohl die Zahl der landwirtschaftlich genutzten Flächen mit durchschnittlich 40 Hektar gleich bleibt, sinkt die Zahl der Landwirte. Doch für Thomas Barth war die Weiterbildung zum Wirtschafter für Landbau trotzdem die richtige Entscheidung, denn er ist Landwirt aus Leidenschaft: „Ich bin selbstständig, draußen in der Natur und die Arbeit mit den Tieren macht mir wahnsinnig viel Spaß. Außerdem erlebe ich jeden Tag wieder etwas Neues.“

(ans)

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