Am Sonntag um 20 Uhr gibt es erste Ergebnisse

Haimhausen - Noch am Wahlsonntag werden im Anschluss an die Auszählung der abgegebenen Stimmzettel für die Bundestagswahl die Bürgerentscheide ausgewertet. Nach Schätzung des Wahlleiters Otto Felkel gibt es gegen 20 Uhr erste Ergebnisse.

Alle Wahlberechtigten im Ort haben die Möglichkeit, ihre Meinung auf dem Stimmzettel abzugeben und über das zukünftige Ortsbild mitzureden. Zwei Stimmen können die Haimhauser Bürger am Sonntag abgeben. Die erste Entscheidung lautet: „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Haimhausen zum Zwecke der künftigen Straßenraumgestaltung bzw. -aufwertung beim Freistaat Bayern die unentgeltliche Übernahme eines Teilstücks der Staatsstraße 2339 von der Schlosszufahrt bis zur B 13 in die gemeindliche Zuständigkeit beantragt?“ Die zweite Abstimmung betrifft die Schlossallee: „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Haimhausen aus Gründen der Ortsverschönerung beim Freistaat Bayern die Neupflanzung einer Lindenallee im Bereich zwischen Schlosseinfahrt und Kramer Kreuz im Rahmen des anstehenden staatlichen Ausbaus der Staatsstraße 2340 (Alleestraße) beantragt?“

Sehr sachliche, aber auch stark emotional gefärbte Diskussionen wurden bereits im Vorfeld zu den Bürgerentscheiden geführt. Vergangene Woche stand Bürgermeister Peter Felbermeier in der Schulaula nochmals Rede und Antwort. Beim Bürgerentscheid handelt es sich um das selten genutzte demokratische Mittel eines Ratsbegehrens. Das bedeutet, nicht die Bürger fordern ihr Mitbestimmungsrecht ein, sondern der Gemeinderat erfragt den Willen der Bürger. Dieser ist Handlungsgrundlage für das weitere Vorgehen des Gemeinderates.

Anlieger der Hauptstraße befürchten auf sie zukommende Kosten im Rahmen der Umgestaltung, die Bewohner der Alleestraße vermehrten Verkehr durch die bevorstehende Fahrbahnverbreiterung.

Nach Ansicht des Rathauses können die Haimhauser bei einem positiven Ausgang der Entscheide nur gewinnen. Die durch den Ort führende Hauptstraße sei sehr breit und lade den Schwerverkehr zur Durchfahrt ein. Ist sie verschmälert und bepflanzt, hätten die Autobahnausweicher keine große Freude mehr, den Ort zu durchqueren. Zudem werde das Ortsbild harmonischer.

Die Alleestraße bleibt im Besitz des Freistaats. Da sie stark beschädigt ist, wird sie demnächst ausgebaut. Die Gemeinde Haimhausen hat darauf keinen Einfluss. Verbreitert wird sie nicht, das hat das staatlichen Bauamt bereits beschlossen. Aber es gibt die Möglichkeit zur Einflussnahme. Neu gepflanzte Linden würden den unterschiedlichen Baumbestand ersetzen. Am Kramer Kreuz könnte ein Kreisverkehr die Einfahrt zur Staatsstraße entschärfen. (sh)

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