Gabriele Goderbauer-Marchner sprach über Medien und Demokratie. foto: kn

In sozialen Netzwerken Druck auf Politiker ausüben

Arnbach - "Medien und Demokratie" war das Thema bei den Arnbacher Gesprächen. Die Referentin Gabriele Goderbauer-Marchner ist Professorin an der Universität der Bundeswehr in München.

Digitale Medien ändern die Rahmenbedingungen für Demokratie, sagte die Referentin. Soziale Netzwerke, wie Facebook und Twitter, verändern die Mediennutzung durch die Bürger - und dies schlägt sich auch nieder auf das Verhältnis und die Einstellung der Bürger zur Demokratie. Medien werden Mitmach-Medien. In sozialen Netzwerken kann Druck auf die Politik ausgeübt werden, indem Mehrheiten oder Verhinderungsmehrheiten gebildet und öffentlich präsentiert werden.

Die Referentin teilt die Bevölkerung in drei Gruppen ein. Die digital natives sind jene, die in die Welt der digitalen Medien hineingeboren wurden und ab ca. 1985 mit ihnen aufwuchsen. Sie benutzen diese Medien als ob es nie etwas anderes gegeben hätte. Die digital immigrants sind jene, die sich mit diesen Medien erst als Erwachsene vertraut machen mussten. Die digital strangers können oder wollen die digitalen Medien nicht mehr nutzen. Für diese dritte Gruppe besteht die Gefahr, dass sie von der neuen Politikkommunikation abgehängt und vergessen werden.

Im Gespräch mit den Teilnehmern wurde vorgeschlagen, im Unterricht der Schulen digitale Medien zu behandeln. Es wurde aber auch deutlich, dass die Erwachsenen eher von den Kindern und Jugendlichen lernen können als umgekehrt.

dn

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