Spatenstich im Westen von Hilgertshausen (v.l.): Hermann Zanker, Rupert Mayr, Rudolf Bader, Hermann Lautenschlager, Hans Kornprobst, Helmut Seel und Peter Berezinski. Foto: Josef Ostermair

Spatenstich nach 30 Jahren Diskussion

Hilgertshausen-Tandern - Das Projekt mit der wohl längsten Vorlaufzeit in der Geschichte von Hilgertshausen-Tandern ist auf den Weg gebracht: die Abwasserentsorgung für Oberdorf, Niederdorf, Stadelham und Ed.

Schon 1978 war die Abwasserentsorgung für die Ortsteile Oberdorf, Niederdorf, Stadelham und Ed ein Thema, doch bis zum Bauen hat man sich nie durchringen können, weil es zu lange unterschiedliche Ansichten zur Verfahrensweise gegeben hat. So ist es verständlich, dass die Freude bei Bürgermeister Hans Kornprobst groß war, als jetzt der erste Spatenstich erfolgte.

Es waren wohl in erster Linie die Bürger aus Ober- und Niederdorf, die jahrelang den Anschluss an die Kläranlage in Hilgertshausen verhindert hatten, weil sie glaubten, mit Kleinlösungen günstiger zu fahren. Altbürgermeister Hermann Zanker, der sich mit Vehemenz in all den Jahren für eine vernünftige Abwasserlösung eingesetzt hatte, musste bei Versammlungen in Niederdorf viele böse Worte einstecken, doch nun ist auch er froh, dass das Konzept vom Mai 2005 umgesetzt wird.

Mittels Druckleitung wird demnach das Abwasser nach Hilgertshausen gepumpt. Dass dies die wirtschaftlich sinnvollste und zugleich auch eine zukunftsweisende Lösung ist, hat beim Spatenstich auch der Sachgebietsleiter im Wasserwirtschaftsamt, Hermann Lautenschlager, betont. Er übergab an Bürgermeister Hans Kornprobst den Zuwendungsbescheid des Freistaates Bayern. Damit besteht für die Gemeinde ein Rechtsanspruch für den hohen Zuschuss von 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Wie der Bürgermeister betonte, liegen die Kosten für den Druckleitungsbau bei knapp 810 000 Euro. (ost)

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