Gemütlich machen will es sich hier trotz eines kompletten Wohnzimmermobiliars bestimmt niemand. Foto: franz lamm

Sperrmüllberg kein schöner Anblick

Indersdorf - Bürger laden ausrangierte Möbel bei der Rumänienhilfe neben dem Recyclinghof in Indersdorf ab.

Ein schöner Anblick ist er wahrlich nicht, der Sperrmüllberg, der sich regelmäßig vor dem Recyclinghof im Indersdorfer Gewerbegebiet auftürmt. Bürger sind es, die hier alte Sofas, Tische, Stühle oder Schränke abladen. Gedacht ist das ausrangierte Mobiliar allerdings nicht für den – kostenpflichtigen – Sperrmüllcontainer, sondern vielmehr für die hier seit einiger Zeit wieder auftauchende Rumänienhilfe von Georg Hörl aus Weichs.

Hörl kommt sporadisch vorbei, belädt Lastwagen und Anhänger, lässt aber häufig nicht Verwendbares einfach liegen. Die Folge ist ein Sperrmüllberg seinesgleichen.

Eine Menge Arbeit beschert der Mann von der Rumänienhilfe damit der Gemeindeverwaltung. „Wir müssen ständig dahinter sein, dass die Sachen aufgeräumt werden“, erklärt Christine Eberhardt vom gemeindlichen Ordnungsamt. „Wir versuchen, ihn zur Einsicht zu bringen, dass es so einfach nicht geht“, betont die Gemeindeangestellte.

Vor Jahren ist Hörl schon einmal an dieser Stelle gewesen, nach immer wiederkehrendem Zwist mit der Gemeinde hatte er aber schließlich den Standplatz geräumt. Jetzt ist er wieder da.

Grundsätzlich hat die Gemeinde auch gar keine Handhabe dagegen, da es sich um eine öffentlich nutzbare Fläche handelt. Sie kann ihm nur mit Ordnungs- oder Bußgeld drohen und darauf pochen, dass der Sperrmüll entsorgt oder aufgeräumt wird.

Dass das häufig nichts nützt, ließ sich in den vergangenen Tagen wieder beobachten, denn der Berg, der auch vom Bahnhof aus zu sehen ist, ist wieder riesig geworden. Immer mehr Bürger nutzen leider inzwischen, so scheint es, den Platz als kostenlose Entsorgungsmöglichkeit für ihre alten Möbel. (tor)

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