Sportheimparkplatz: Kompromiss gefunden

Hebertshausen - Gemeinderat kommt den drei Vereinen entgegen und stimmt 31 000-Euro-Zuwendung zu.

Seit Jahren soll der unbefestigte und unansehnliche Parkplatz vor dem Sport- und Freizeitzentrum Hebertshausen gebaut werden. Immer wieder führten die drei Vereine Gespräche mit der Gemeinde. Aber immer war es das leidige Geld, das das Vorhaben scheitern ließ.

Nun nehmen die SpVgg, die Schützengesellschaft und der SKC Waldfrieden einen neuen Anlauf. In einem Antrag an die Gemeinde steht, dass diese auf ihrem Grundstück an der Bürgermeister-Rabl-Straße 1 einen befestigten Parkplatz bauen soll. Ziel ist eine dauerhafte Lösung auf der Grundlage des im Auftrag der SpVgg gezeichneten Bauplans. Die drei Sportvereine, die das Sportgelände und das Vereinsheim primär nutzen, sind bereit, sich mit bis zu 20 000 Euro zu beteiligen.

Dazu erklärte Bürgermeister Michael Kreitmeir im Gemeinderat, dass sich die Gemeinde in der Vergangenheit immer wieder eingebracht habe und den Platz mehrmals aufkieste. Leider waren diese Maßnahmen auf Grund der mangelhaften Wasserführung nur von kurzer Dauer.

Nach dem letzten Gespräch im Mai 2012 wurde über die Gemeinde ein Angebot über den Bau des Parkplatzes laut genehmigter Planung eingeholt. Das Angebot beläuft sich auch circa 54 000 Euro brutto. Bürgermeister Michael Kreitmeir wies auf den Grundsatzbeschluss des Gemeinderates aus dem Jahr 1990 hin, der für die Maßnahme Sportheimbau einschließlich Außenanlagen, sprich Parkplatzbau, eine 20-prozentige Bezuschussung vorsieht. Mit Beschluss des Gemeinderats vom 18. Januar 2011 wurde die letzte Rate von 30 000 Euro für das Gesamtvorhaben Sportheimbau an die drei Vereine anteilsmäßig ausbezahlt. Die Vereine hätten damals auch bestätigt, dass die Gemeinde damit ihrer 20-prozentigen Förderung für die Gesamtmaßnahme nachgekommen sei. Der Gemeindechef sieht deshalb keine Möglichkeit, dass die Gemeinde den Ausbau des Parkplatzes finanziert.

Dass der Parkplatz vor den nun schon vor 13 Jahren fertiggestellten Anlagen wie Vereinsgaststätte, Kegelbahnen und Schießständen mit den jeweiligen Vereinsheimen gebaut werden muss, ist bei den Gemeinderäten unstrittig. Immerhin nutzen rund 1400 Mitglieder aus den Vereinen die Anlagen. Das betonte auch SpVgg-Chef Thomas Riedel, der den Antrag im Gemeinderat ausnahmsweise begründen durfte. Die Vereinsgaststätte der SpVgg wird auch von vielen Bürgern und Vereinen für Veranstaltungen genutzt, da es der einzige große Saal im Gemeindebereich ist. „Alle empfinden den Parkplatz als Schandfleck“, so der Vorstand.

Einen fraktionsübergreifenden Vorschlag unterbreitete Richard Reischl. Für die veranschlagten Kosten von rund 64 000 Euro soll die „normale Förderung“ von 20 Prozent gewährt werden. Nach Abzug des Anteils der drei Vereine in Höhe von 20 000 Euro käme man dann auf eine Summe von rund 31 000 Euro. Hierfür könnte die Gemeinde ein zins- und vorläufig tilgungsfreies Darlehen gewähren. Dieser Vorschlag fand die breite Zustimmung. (khr)

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