Dem Tabellenzweiten aus Gotha wollen die Spurs (im Bild Kamillo Rosenthal) in die Suppe spucken. Foto: dan

Spurs fordern den Liga-Krösus heraus

Dachau - Sie sind Tabellenzweiter der Basketball-Regionalliga, aber sicher nicht unschlagbar: Die Rockets Gotha geben am Samstag bei den Dachau Spurs ihre Visitenkarte ab (19 Uhr).

Es dürfte die teuerste Mannschaft der Liga sein, die Gotha heuer zusammengestellt hat. Kein Wunder, lautet das erklärte Ziel doch Aufstieg in die Pro B. Zwar leistete sich der erklärte Topfavorit in der Vorrunde den einen oder anderen Schnitzer, sodass etwas überraschend Leitershofen mit nur einer Niederlage die Liga anführt.

Doch als Zweiter haben die Rockets aus Gotha noch alle Chancen, das Saisonziel zu erreichen. Denn in der neuen Saison soll die heuer eingleisige Pro B wieder zweigleisig (Nord/Süd) werden. Deshalb wird aus den Regionalligen mehr als jeweils nur eine Mannschaft aufsteigen dürfen.

Gegen die Topteams der Regionalliga hat sich 1865 Dachau in dieser Saison bislang sehr schwer getan. Lediglich beim Vierten Ansbach gelang vergangene Woche ein Erfolgserlebnis. Gotha ist allerdings noch einmal ein anderes Kaliber. Mit Parnell Smith und Rodney Scruggs aus den USA sowie dem Russen Avi Kazarnovski und dem Kroaten Mirko Virijevic haben gleich vier Profis aus dem Ausland den Weg nach Thüringen gefunden. Dazu haben die Verantwortlichen mit Waldemar Buchmiller, Björn Blossey oder Michael Rost auch bärenstarke deutsche Spieler unter Vertrag.

Auf dem Papier hat das internationale Trainergespann Mike Smith (USA) und Dainius Pleta (Litauen) also einen beeindruckenden Kader zur Verfügung. Das bekamen die Dachauer im Hinspiel bereits zu spüren, als sie beim 64:86 in Gotha unter die Räder kamen. Immerhin: Mit acht Siegen und acht Niederlagen und dem achten Tabellenrang stehen die 65er so gut da wie nie in dieser Saison. „Wir sind sicher der Außenseiter, aber nicht chancenlos“, glaubt Spurs-Trainer Christian Kunz, der gegen Gotha acht Spieler zur Verfügung hat.

Leichter wird es für die Spurs ohnehin nicht, denn schon in einer Woche müssen die Dachauer Basketballer nach Sachsen, wo das schwere Auswärtsspiel beim Tabellendritten USC Leipzig ansteht. Und auch die nächste Aufgabe im Bayernpokal wird sicherlich kein Selbstläufer. Beim Spitzenreiter der 2. Regionalliga DJK SB München werden die Kunz-Mannen am Dienstag, 9. Februar (20.30 Uhr, Fischer-von-Erlach-Halle) erwartet – immerhin bereits im Viertelfinale. (tor)

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