Konrad Höß sieht seine Zukunft beim FC Pipinsried nicht mehr auf dem Chefsessel: Der Vereinsgründer will als Präsident zurücktreten, um als Manager weiterzumachen. Foto: dan

Strukturelle Umwälzungen Marke Erdbeben

Pipinsried - Wenige Tage nach Beginn der Vorbereitung auf die Frühjahrsserie in der Fußball-Landesliga hat Konrad Höß, der Boss des FC Pipinsried, seine persönliche Zukunftsplanung publik gemacht.

Die Agenda Höß beschert dem kleinen Dorfverein aus der Dachauer Region strukturelle Umwälzungen Marke Erdbeben.

Bevor er in Sachen Neuordnung ins Detail geht, wirft der FCP-Präsident einen Blick zurück: „Seit der Vereinsgründung vor 42 Jahren bin ich als Vorsitzender tätig. Ich habe den aus dem Nichts entstandenen Klub so erfolgreich geführt wie wohl kein zweiter in ganz Bayern.“ Schon in den zurückliegenden Jahren hatte Höß immer wieder angekündigt, er werde bei den nächsten Wahlen nicht mehr antreten und sich aufs Altenteil zurückziehen, doch immer wieder verpufften die Hößschen Annoncen in Schall und Rauch.

Doch diesmal, so Mr. Pipinsried, bleibe er hart: „Ich höre zur nächsten Generalversammlung in diesem Jahr als Vorsitzender auf, aber das heißt nicht, dass ich für den Klub nichts mehr machen will. Ganz im Gegenteil, wenn ein neuer Präsident gefunden ist, werde ich mich nur noch um das Sportliche kümmern – ich werde Manager des FC Pipinsried.“

Er wolle, befreit vom Kleinzeug der alltäglichen Präsidentenarbeit, seine ganze Energie in den Aufbau einer wettbewerbsfähigen ersten Mannschaft stecken: „Ich will mehr erreichen, als immer nur um den Klassenerhalt zu spielen.“ Und sollte sein momentan auf dem Relegationsplatz 15 stehendes Team heuer in die Bezirksoberliga absteigen, so werde er, so Höß, alles daran setzen, in der BOL gleich wieder oben mitzuspielen – „vorausgesetzt, alle meine Wünsche gehen bei der Sitzung mit meinen Vorstandskollegen durch.“

Und dass für den Enthusiasten in Sachen Erwachsenen-Fußball das runde Leder das Maß aller Dinge ist, beweist sein Zusatz: „All der Kleinkram wie Tennis, Stockschützen, Damengymnastik oder Jugendfußball wird mich dann ebenso wenig belasten wie die Instandhaltung der Sauna und des Sportgeländes.“

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