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Auf einem Parkplatz am Karlsfelder Bahnhof ließ „Burglind“ mehrere Bäume umstürzen. Die geparkten Autos wurden dabei massiv beschädigt.

Feuerwehren im Dauereinsatz

„Burglind“ wütet im Dachauer Land

Ein Gartenhaus, das sich plötzlich selbstständig machte, ein Strommast, der umzustürzen drohte, sowie eine Eiche, die dies vollends tat, bescherten den Rettungskräften die kniffligsten der vielen Einsätze, die gestern nötig wurden, nachdem das Sturmtief „Burglind“ über das Dachauer Land gezogen war.

Landkreis Tief „Burglind“ hat gestern auch in Dachau und Umgebung gewütet. Das zwang die Feuerwehren zu 34 Sturm bedingten Einsätzen. Die Polizei Dachau wurde 18 Mal um Hilfe gebeten. Meistens waren umgestürzte Bäume und größere Äste auf der Fahrbahn der Grund. Menschen wurden – soweit bekannt – nicht verletzt. „Auch der Sachschaden war vergleichsweise gering“, so der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Dachau, Wolfgang Reichelt. Hier die wichtigsten Vorkommnisse:

-Gegen 10.35 Uhr drohte ein Strommast in Eschenried aufgrund des starken Windes umzufallen. Die Feuerwehr schaffte es, den Mast trotz des schwammigen Untergrunds zu stabilisieren und somit ein Umkippen auf benachbarte Häuser zu vermeiden. Mitarbeiter des Stromanbieters Eon behoben gegen 11.30 Uhr den Schaden endgültig. Einen Stromausfall gab es nicht.

-Für Aufregung sorgte um 10.30 Uhr ein weggewehtes, blechernes Gartenhäuschen in der Bürgermeister-Riedel-Straße in Weichs. Das Gartenhäuschen riss dabei ein Müllhäuschen um und beschädigte das nebenstehende Wohnhaus.

-An der Einmündung eines Forstwegs in die Verbindungsstraße Fränking Richtung DAH 16 wurde eine massive Eiche umgeweht. Die Feuerwehr Weichs musste ausdauernd zur Säge greifen, um das Holz wegzuräumen.

-An der Westseite des Karlsfelder Bahnhofs stürzte am frühen Nachmittag ein großer Baum auf mehrere Fahrzeuge. Die Berufsfeuerwehr München entfernte das Ungetüm.

-In der Frühlingstraße in Dachau kam es wegen des starken Windes kurz vor 11 Uhr zu einem Verkehrsunfall. Laut Polizei Dachau wurde ein ungenügend gesicherter Anhänger gegen ein geparktes Auto geschoben. Auch hier entstand nur geringer Sachschaden.

-In Erdweg sorgte gegen 13 Uhr ein verstopfter Gully zunächst für größere Aufregung und dann doch nur für eine kleine Überschwemmung auf einem Firmengelände. Von Matthias Schneider und Lisa Kern

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