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Taxifahrer als Märchenerzähler

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Dachau - Ein Dachauer Taxifahrer und ein Münchner Autofahrer (beide 28) sind sich am Samstag gegen 1.40 Uhr wegen eines Streits um einen Parkplatz in die Harre geraten. Das Ende vom Lied: Beide haben nun ein Strafverfahren am Hals.

Wie die Polizei Dachau mitteilt, war der Grund des Streits der letzte freie Parkplatz vor einem Haus in Dachau, in deren Verlauf der Taxifahrer von seinem Kontrahenten beleidigt und verbal bedroht wurde. Der tief in seiner Ehre verletzte Taxifahrer läutete Sturm im angrenzenden Wohnhaus, schaltete als nächstes die Alarmanlage an seinem Taxi ein, damit auch der Rest der Nachbarschaft am Streit teilhaben kann und teilte abschließend per Notruf mit, dass er mit einem Messer bedroht werde und Lebensgefahr bestehe.

Aufgrund dieser Notrufmitteilung fuhren mehrere Streifen der PI Dachau und Unterstützungskräfte der Bereitschaftspolizei, die gerade auf dem Heimweg von einem Einsatz waren, zum Tatort. Wie sich schnell herausstellte, hatte der Taxifahrer das Messer erfunden, damit sich die Polizei auch richtig beeilt, wie er vor Ort ganz ohne schlechtes Gewissen zugab. Dass er damit die anfahrenden Beamten oder Unbeteiligte eventuell in Gefahr bringt, war ihm vollkommen egal. Gegen den Münchner wird wegen Beleidigung und Bedrohung ermittelt, der Taxifahrer, möglicherweise ein Nachkomme der Gebrüder Grimm, darf sich wegen Missbrauch von Notrufen verantworten. dn

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