Zahllose Gäste auf vier Pfoten: Der Tierschutzverein will ein neues Katzenhaus bauen. Ihm aber fehlt das Geld. Foto: cse

Tierschutzverein bittet dringend um Hilfe

Dachau/Odelzhausen - Der Tierschutzverein Dachau bittet um Unterstützung. Will er die bekommen, muss er sich einerseits sputen und andererseits seine Vorgehensweise überdenken.

Der Dachauer Bürgermeister Claus Weber, die stellvertretende Landrätin Eva Rehm sowie Heinz Eichinger, Kreisrat und Bürgermeister der Gemeinde Vierkirchen, kamen am Freitag auf Bitte des Vereinsvorstands ins Tierheim. Unstrittig war auch bei den Gästen, dass es im Tierheim an der Roßwachtstraße eng zugeht. Vor allem ein neues Katzenhaus fordern die Tierschützer.

Die gewünschte finanzielle Unterstützung seitens der Gemeinden und des Landkreises sei jedoch nur denkbar, wenn „relativ schnell ein Finanzierungsplan aufgestellt wird“, so Eva Rehm. Das sei die Grundlage. Die Stadt Dachau zum Beispiel stellt in Kürze den Haushalt für das Jahr 2010 auf. Deshalb sei Eile geboten, betonte auch Bürgermeister Claus Weber.

Zudem musste sich die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Silvia Gruber, von ihren Gästen deutliche Worte gefallen lassen. Hintergrund ist ein Streit, den der Verein seit geraumer Zeit mit der Gemeinde Odelzhausen führt. Über ihre Website hatten die Tierschützer die Gemeinde und deren Bürgermeister Konrad Brandmair scharf angegriffen. Schon seit Januar 2009 nimmt Odelzhausen die Dienste des Tierschutzvereins Dachau nicht mehr in Anspruch, die Gemeinde übertrug Aufgabe dem Tierheim Lechleite (Friedberg). Sie zahlt auch keine Fundtierpauschale mehr, mit der die Gemeinden den Tierschutzverein mitfinanzieren. Da sich vor allem bei Fundtieren und verletzten Tieren immer noch viele aus der Gemeinde Odelzhausen an den Dachauer Verein wenden – das Tierheim Lechleite hat keinen Nachtdienst –, kam es zum Streit. Auf der Internetseite heißt es zum Beispiel, dass Brandmair auf Schreiben nicht geantwortet habe, weil er „vermutlich zu sehr mit der Rettung von Tieren beschäftigt“ sei.

„Ihre Reaktion mit dem Internetauftritt ist unter allem Niveau“, sagte Eichinger. „So, wie das gemacht wurde, ist das keine Basis für eine Kommunikation.“ (mm)

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