Mit einer Bauchlandung sind die Woodpeckers ins Eishockey-Jahr 2010 gestartet. dan

20 Tore, aber nur sieben davon für den ASV

Dachau - 20 Volltreffer in 60 Minuten – die Zuschauer sind beim Eishockey-Bezirksliga-Nachholspiel zwischen dem ERC Regen und dem ASV Dachau auf ihre Kosten gekommen.

Richtig genossen haben dürften das Match aber nur die Fans des Gastgebers, denn der erzielte 13 der 20 Tore.

Die Vorzeichen stehen für die Spechte vom Dachauer Stadtwald in Regen traditionell schlecht. Jahr für Jahr trifft man sich meist schon in der Vorbereitungsphase beim Joseph-Berger-Gedächtnisturnier und später dann noch einmal in der Liga – und Jahr für Jahr bleiben die Punkte im Bayerischen Wald.

Vor dem ersten Punktspiel im Jahr 2010 stand vor allem der Gastgeber unter Druck. Nach vier Niederlagen in fünf Spielen waren die Woodpeckers, trotz der jüngst erlittenen ersten Saisonniederlage, als Favoriten in Regen angetreten. Aber die Dragons zeigten von Beginn an, dass sie nicht von ungefähr vor der Spielrunde Platz eins als Saisonziel ausgegeben hatten. Der Gastgeber setzte von der ersten Minute an lediglich auf zwei Reihen, doch das war offenbar genau das richtige Rezept: nach vier Minuten führten die Drachen aus Regen bereits mit 2:0. Am Ende des ersten Drittels stand es bereits 6:2 für die Dragons, die den Spechten kaum Platz ließen, sich zu entfalten.

Der zweite Spielabschnitt begann für die Gäste erneut mit einem schnellen Gegentreffer, und als kurz vor der Hälfte der Spielzeit Regen gar auf 8:2 erhöhte, zeichnete sich das Desaster bereits ab. Ganz so miserabel schien man das neue Eishockeyjahr auf Dachauer Seite dann doch nicht beginnen zu wollen, und so rappelten sich die Gäste noch einmal auf. Erst verwandelte Sebastian Kubitz ein Zuspiel von Kapitän Stefan Gebhard, danach befanden sich die Drachen dreimal in Abständen auf der Sünderbank wieder. Die dritte Überzahl wurde schließlich von Tobias Wolff mit einem Tip-in eine Minute vor der Pausensirene genutzt. Acht Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels schlugen die Spechte erneut durch Johannes Karl zu, nach dem 5:8 keimte sogar ein Fünkchen Hoffnung auf.

Kurz entschlossen stellte ASV-Coach Uwe Geelhaar ebenfalls auf zwei Reihen um, und man erinnerte sich noch einmal daran, dass man heuer schon das eine oder andere Spiel umgebogen hat. Die Aufholjagd endete jedoch sehr schnell. Ein unglückliches Gegentor, dem zwar eine schnelle Antwort durch Johannes Karl folgte, und ein kurz darauf clever verwandelter Penalty durch Nemec machte die letzte Hoffnung der Gäste auf einen Erfolg zunichte.

Routiniert ließen die Dragons die Gäste fortan kommen, sie fuhren ihre Konter konsequent zu Ende. Den Schlusspunkt unter eine erfreulich faire Begegnung setzte Tobias Wolff mit seinem zweiten Treffer.(ge)

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