Champions-League-Auslosung JETZT im Live-Ticker: FC Bayern, BVB und Leipzig drohen Hammer-Gegner

Champions-League-Auslosung JETZT im Live-Ticker: FC Bayern, BVB und Leipzig drohen Hammer-Gegner

Trachtenverein in Not

Petershausen - Der Heimat- und Trachtenverein „Glonntaler“ Petershausen freut sich zwar über seine erfolgreiche Jugendarbeit - 25 Kinder, Jugendliche und junge Leute bis zum vollendeten 26. Lebensjahr gehören zur Vereinsjugend. Doch der Verein klagt trotzdem über große Probleme: was das Engagement seiner älteren Mitglieder angeht.

„Bei der Fronleichnamsprozession waren fast mehr von der Jugend dabei als vom übrigen Verein“, sagte zweiter Jugendleiter Anton Hundhammer bei seinem Jahresrückblick auf der Hauptversammlung in der Vereinsgaststätte Olympia.

Vorplattler Josef Westenrieder berichtete vom Besuch der „Glonntaler“ beim Patenkindverein Allach, wo die Petershausener nur mit sechs Leuten vertreten waren. „Und das bei 44 aktiven Plattlern. Da muss man doch mehr als sechs Leute zusammenbringen.“ Gerade im Hinblick auf das Maibaumaufstellen für die Hauptgemeinde Petershausen bat Hundhammer eindringlich, bei Versammlungen der Vereinsvorstände in der Gemeinde diese Problematik anzusprechen. Der Heimat- und Trachtenverein ‚Glonntaler’ Petershausen schafft das nicht mehr allein“, so Westenrieder.

Bürgermeister Marcel Fath brachte das Problem auf den Punkt: „Die Generation, bei der das über viele Jahre funktioniert hat, ist nicht mehr in voller Mann- und Fraustärke vorhanden. Auf mittlere und längere Sicht ist mir aber Dank der guten Jugendarbeit nicht bange.“

Die Jugend in der Gemeinde habe sich bereits angeboten, in Zukunft eine Maibaumwache zu übernehmen. In diesem Zusammenhang beklagte sich der Maibaum-Organisator des Vereins, Josef Gschwendtner, darüber, dass der Gemeinderat heuer keine Maibaumwache auf die Füße stellen konnte. „Dabei ist das doch eine Gemeindesache.“ Seine eigenen Aufwendungen für die diesjährige Maibaumaktion in Höhe von 110 Euro stifte er bereits als Vorschuss für den nächsten Maibaum, erklärte Gschwendtner.

Und noch ein weiteres Problem dürfte dem Verein ins Haus stehen: Vom kommenden Jahr an werde für alle, die in der Jugendarbeit tätig sind oder mit Übernachtungen der Jugend zu tun haben, ein erweitertes Führungszeugnis gefordert. Vereinschef Wolfgang Herzog: „Ich will für den Hüttenabend 2015 nicht den schwarzen Peter in den Händen haben.“ Denn für Unbedenklichkeitsbescheinigungen sind die Vereinsvorstände verantwortlich.

Hilfe signalisierte Fath: Trotz des erheblichen Mehraufwands für die Verwaltung werde diese auf dem so genannten „Regensburger Weg“ kostenlos helfen. Der sieht nach den Worten von Christoph Saur, zweiter Jugendleiter des Isar-Gaus, vor: „Wenn jemand die Aufforderung erhält, ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen, dann fordert das die betroffene Person selber an und legt es bei der Behörde vor.“ Das kann die Gemeinde, ein Kreisjugendring oder ein Jugendamt sein. Dort bekommt die Person dann die Unbedenklichkeitsbescheinigung. Das gehe aber nur, wenn die Person zuvor eine Datenschutzerklärung unterschreibe, denn in so einem erweiterten Führungszeugnis stünden viele Dinge drin, die nichts mit Jugend- oder Vereinsarbeit zu tun haben.

Fath betonte, der Gemeinde sei dieser vereinfachte Weg wichtig, damit Petershausener, die auch außerhalb der Gemeinde in der Jugendarbeit tätig sind, leichter zu der Unbedenklichkeitsbescheinigung kommen. Doch Saur warnte vor Aktionismus. „Warten Sie, bis Sie aufgefordert werden, so ein Zeugnis vorzulegen.“

(zim)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polizei zieht betrunkene Männer aus dem Verkehr
Eine Streife der Polizei Dachau hat am Montag in Ampermoching einen betrunkenen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen.
Polizei zieht betrunkene Männer aus dem Verkehr

Kommentare