Über allem steht die Liebe zur Musik

Karlsfeld - „Music was my first love“ - die erste große Liebe ist die zur Musik. Diesen Eindruck vermittelten die Vivaldi-Tiger im voll besetzten Bürgersaal in Karlsfeld.

Seit dem Erfolg im März beim bayerischen Landeswettbewerb „Jugend musikziert“ sind sie der ganze Stolz und Mittelpunkt der „Vivaldi-Familie“.

Als Auftakt zum Jahreskonzert zeigten die jungen Musiker ihr Können, bevor das Hauptorchester die Führung übernahm. Mandolinen-Solist Martin Achtner spielte, begleitet von seinen jungen Musikkollegen, das „Concerto für Solomandoline und Zupforchester“ aus dem frühen 18. Jahrhundert von Pietro Pellegrini. Mit der zeitgenössischen Komposition „Let’s take the flipside“ verabschiedeten sich die Nachwuchsmusiker später und überließen die Bühne dem Hauptorchester.

Die 28 Gitarren-, Mandolinen, Mandola- und Kontrabassspieler zeigten dabei ihr ganzes Können. Während im ersten Teil noch die klassische Musik überwog, entführten die Musiker ihr Publikum nach der Pause nach Neapel. Zärtliche Romantik südlicher Sonnenuntergänge drängte sich bei der Musik des neapolitanischen Komponisten und Mandolinenbauers Raffaele Calace auf. Der Enkel Calaces leitet noch heute die Werkstatt des Großvaters in der süditalienischen Stadt, wussten Angelika Tausch und Ralf Hanrieder als unterhaltsame und humorvolle Moderatoren zu erzählen.

Zurücklehnen, in Erinnerungen schwelgen, ein wenig träumen ließ das Konzert bis dahin seine Zuhörer. Überraschungsgast des Abends war Günther Arnold als Solist mit einem der kleinsten Zupfinstrumente, dem Brummeisen oder auch Maultrommel. Einer Meditation gleich kam sein Zugabensolo, dem die Zuhörer gebannt lauschten.

Ganz andere Töne schlug das Orchester anschließend an und zeigte, dass es auch ganz anders kann, als es seinem Publikum mit den heißen Rhythmen „Oye como va“ von Santana einheizte und die Zuschauerreihen bei „Music“ von John Miles im Takt mitwiegten.

Seit 43 Jahren gibt es in Karlsfeld das Vivaldi-Orchester, das fast ausschließlich aus Schülern der Orchesterleiterin Monika Fuchs-Warmhold besteht und beweist, wie viel eine einzelne Person bewirken kann.

Ein großartiger Erfolg für das Orchester, der gleichzeitig eine Hommage der Schüler an ihre großartige Lehrerin war. (sh)

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