Die Enttäuschung steht ihnen ins Gesicht geschrieben: Die Dachauer Matthias Weber, Denis Werner, Klaus Dammann und Thomas Mersmann (von links). Foto: hae

Ultrapeinlicher Auftritt der ASV-Herren bei den Internatsschülern

Dachau - Der Zweitligist ASV Dachau hat bei der 0:3-Niederlage beim Volleyball-Internat Friedrichshafen die mit Abstand schlechteste Leistung der vergangenen Jahre geboten.

Im Volleyball ist es ganz einfach: Entweder man gewinnt, oder man verliert – ein Unentschieden gibt es nicht. Verlieren gehört zum Sport dazu, aber es kommt auf die Art und Weise an, wie man verliert.

Wie man den eigenen Trainer zur Weißglut bringt, das hat das Männer-Volleyball-Team des ASV Dachau am vergangenen Samstag in Friedrichshafen gezeigt. Die Leistung des ASV war so unterirdisch schlecht, dass sich sogar die Friedrichshafener Internatsschüler verwundert am Kopf kratzten.

Im ersten Durchgang führten die Stadtwälder mit 19:11 – um den Satz dann noch aus der Hand zu geben. Im zweiten Satz führte der ASV Dachau mit 24:19, ehe die Mannen von Trainer Klaus Dammann erneut den Hebel umlegten und dem Gastgeber auch diesen Durchgang schenkten. Die Satzbälle für den Gastgeber im ersten und zweiten Durchgang wurden von den Dachauern nach dem gleichem Strickmuster vollstreckt: Man wuchtete den Angriffsball kraftvoll – in den Block des Gegners.

Im dritten Durchgang zeigte das Team des ASV beim Stande von 12:16 einen Anflug von Kampfgeist, der allerdings beim 21:21 schon wieder verflogen war. Der Rest war Party beim den VYS.

„Die Dachauer haben uns den Sieg geschenkt“, meinte ein Fan der Internatsmannschaft nach der Partie. Dem Dachauer Trainer fiel nach der Partie gar nichts mehr ein: „Ich bin einfach nur noch sprachlos“, meinte Klaus Dammann direkt nach der Partie mit einem resigniertem Achselzucken. Dass er kurzfristig auf Markus Noack (Mandelentzündung) hatte verzichten müssen, ließ Dammann als Entschuldigung nicht gelten. Bereits in den vergangenen Jahren hat der ASV Dachau bei der Nachwuchstruppe vom Bodensee nie gut ausgesehen. Im ersten Durchgang hatte man zunächst den Eindruck, dass sich dies heuer ändern könnte, doch die beiden mitgereisten ASV-Fans wurden schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ab dem 19:11 wurde es peinlich...

Im dritten Satz wechselte Dammann dann wild durcheinander, um sich wenigstens in den vierten Satz zu retten, doch da war die Messe bereits gelesen.

Der ASV Dachau muss sich nun nach der Blamage gegen die Jugendmannschaft dringend etwas einfallen lassen. Leichter werden die Begegnungen nicht, denn schon am kommenden Wochenende gibt mit den L.E. Volleys ein Topteam seine Visitenkarte am Stadtwald. Die Leipziger Volleyballer stehen im oberen Drittel der Tabelle, dort also, wo eigentlich auch der ASV Dachau gerne platziert wäre. Mit der Niederlage in Friedrichshafen haben die Dachauer zunächst den Anschluss an das obere Tabellendrittel verpasst. (hae)

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