Alte und neue Heimstatt: das in die Jahre gekommene Sportgelände an der Jahnstraße. Foto: weg

Umzug geplatzt: 1865-Vereinschef Richard Reisböck ratlos

Dachau - Der Umzug des TSV 1865 aufs neue Gelände ist nun doch geplatzt. Die Nachricht macht Vereinschef Richard Reisböck vor allem eines: ratlos.

Fast zehn Jahre lang träumte man beim Dachauer Traditionsverein vom neuen Gelände, von neuen Anlagen, von Platz. Viel Platz. Und alles schien seinen Lauf zu nehmen. Doch Ende Juli gab es den ersten Rückschlag: Der Handel zwischen Grundstückseigentümern, die Flächen abtreten, und Stadt, die im Gegenzug Baurecht einräumt, platzte. Als Option blieb nur der Kauf der benötigten Flächen auf der Ostseite der Theodor-Heuss-Straße. Aber auch daraus wurde nichts. Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats lehnte das Angebot der Grundstückseigentümer ab – zu teuer (wir berichteten).

Er habe Verständnis für die Entscheidung der Stadträte, so Reisböck am Montag, „das waren Forderungen, die nicht gehen“.

Am Dienstag spricht die Vereinsführung noch einmal mit Oberbürgermeister Peter Bürgel, dann wird der Vereinsrat einbezogen. Und schließlich werde er eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Reisböck: „Da sprechen wir dann über die Zukunft unseres Vereins.“

Wo diese Zukunft liegen wird, ist offen. Klar ist derzeit nur, dass das ehemalige Vereinsgelände des SSV Dachau-Ost keine Alternative ist. Es ist schlicht nicht groß genug.

Eine Expansion auf dem Stammgelände an der Jahnstraße ist eher möglich, aber mit vielen Fragezeichen versehen und nur dann sinnvoll, wenn die in die Jahre gekommene Anlage auf Vordermann gebracht wird. Für Reisböck lautet die wichtigste Frage deshalb: „Was kostet die Sanierung?“ Und angrenzende und dann benötigte Flächen gehören weder der Stadt noch dem Verein, auch hier wären also wieder Verhandlungen mit Eigentümern nötig. Darauf hat man beim TSV Dachau 1865 im Moment wenig Lust. Reisböck: "Wir treten auf der Stelle." (mm)

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