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19-Jährige verliert Kontrolle: Dacia kracht in Mauer

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Der Dacia krachte gegen eine Schallschutzmauer. © Fotostudio Weber

Eichenau/Dachau - Verheerender Unfall bei Fürstenfeldbruck: Insgesamt sieben junge Menschen saßen in dem Dacia einer 19-Jährigen, als das Auto gegen eine Schallschutzmauer in Eichenau krachte.

Sie kamen wohl von einem privaten Geburtstag, hatten jedenfalls die Nacht durchgefeiert. Vielleicht wollten sie sich danach noch in einem See abkühlen, bevor sie endgültig heim gingen. Jedenfalls quetschten sich sieben junge Leute in einen Dacia Logan. Ein 20-Jähriger und ein 22-Jähriger kauerten im Kofferraum. Die 19-Jährige am Steuer war betrunken. Nach einer Linkskurve verlor sie die Kontrolle über den Wagen. Sie rasierte ein Wahlplakat um, konnte einem Laternenmasten gerade noch ausweichen. Auf der Abfahrt zur Bahnunterführung donnerte der Dacia dann frontal gegen die Lärmschutzwand aus Beton.

Am schlimmsten erwischte es die rechte Autoseite. Auf dem Beifahrersitz saß ein 21-Jähriger, auf der Rückbank rechts eine junge Frau. Achim Schweigstetter, Feuerwehrkommandant in Eichenau beschreibt das Bild, das sich ihm an der Unglücksstelle bot: „Die beiden waren regelrecht in Blech eingewickelt.“ Als erstes schnitten die Einsatzkräfte die Frau heraus. Sie war bei Bewusstsein, aber ihre Beine klemmten fest. Bis auch der Beifahrer befreit war, arbeiteten die Eichenauer, unterstützt von den Kameraden aus Puchheim und Olching eineinhalb Stunden mit schwerem Gerät. Die Rettungskräfte mussten unter anderem das gesamte Autodach abheben.

Es war eine sogenannte patientenschonende Bergung, erklärt Schweigstetter „Die Notärzte hatten das entschieden.“ Die Mediziner hofften nämlich, den Bewusstlosen lebend bergen zu können – und es gelang. Die eingedrückte Karosserie hatte sich wie eine Klammer um die Brust des 21-Jährigen gelegt. Er wurde während der ganzen Rettungsaktion künstlich beatmet und mit Medikamenten versorgt. Anschließend brachte ihn ein Hubschrauber in eine Spezialklinik.

Bilder vom Unfallort

Ein Taxifahrer war am Morgen gegen 4.30 Uhr als erster am Unfallort. Sofort schlug er Alarm. Und er half den leichter Verletzten aus dem Auto. Auch der 22-Jährige im Kofferraum war schwerverletzt. Bei ihm bestand der Verdacht auf schwere Kopfverletzungen.

Die Fahrerin des schwarzen Dacia aus dem nordwestlichen Landkreis Dachau kam ebenso wie eine 16-Jährige und zwei 20-jährige Männer mit leichten Verletzungen davon. Insgesamt spricht das Polizeipräsidium Oberbayern Nord von zwei schwer und einem schwerst Verletzten. Trotzdem wurden alle sieben Autoinsassen in Krankenhäuser gebracht.

Die genaue Unfallstelle liegt zwischen an der Schillerstraße, nach der Einmündung des Birkenwegs. Die Autofahrerin musste ihren Führerschein abgeben und sich einer Blutentnahme unterziehen. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft München II wurde ein unfallanalytisches und ein technisches Gutachten erstellt. Unter anderem soll so geklärt werden, ob der Wagen zu schnell unterwegs war. Die Straße Richtung Olching war bis etwa 8 Uhr gesperrt. Der völlig zerstörte Dacia war vor dem Unfall nach Schätzungen der Polizei Olching noch rund 7000 Euro Wert. Die Reparatur der Lärmschutzwand wird etwa 5000 kosten.

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