Das urbane Konzept sieht den breiten Grünstreifen und weniger dichte Bebauung vor. kn

Urban oder besiedelt?

Dachau - Im Augustenfeld gibt es noch einen freien Bereich: Augustenfeld Nord. Derzeit wird das Gebiet überplant. Es soll besser, grüner, schöner werden als die übrigen Bereiche - und deshalb dürfen die Bürger nun mitreden. Das tun sie auch. Zusammen mit den Politikern gibt es also viele Überlegungen, Wünsche, Vorschläge.

In einer Planungswerkstatt haben die Bürger ihre Ziele äußern dürfen. Diese Ideen wurden vom Stadtbauamt zu zwei verschiedenen Planungsvarianten verarbeitet: das „urbane“ Konzept und das „Siedlungskonzept“. Nun wurden beide Varianten im Bauausschuss vorgestellt.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Pläne nur wenig, es sind nur Details, die sich unterscheiden.

Bei beiden zieht sich ein breiter Grünzug diagonal durch das Gebiet, von südlich der Berufsschule bis hin zum neuen „Bürgerhaus“ am nördlichen Rand des neuen Gebiets - der Grünzug ist ein wichtiger Wunsch der Bürger. Es soll eine „urbane Grünachse“ werden, erklärt Bauamtsmitarbeiterin Ariane Jungwirth, denn „wir brauchen eine Frischluftzufuhr über den Grünstreifen“. Beide Versionen haben unterschiedliche Wohnformen, das urbane Konzept hat aber eine etwas dichtere Bebauung. Beide Versionen haben Quartiersgaragen, im urbanen Konzept sind es aber vier statt nur zwei, außerdem soll dort südlich der Schleißheimer Straße ein Parkhaus entstehen, beim Siedlungskonzept liegt es östlich der Theodor-Heuss-Straße. Außerdem, ganz wichtig: Bei beiden Versionen soll es keine Straße quer durch das Gebiet geben - nur Fuß- und Radwege.

Die Politiker hatten kleinere Einwände, etwa, was die „Sperre“ der Straßen, die von Norden kommen, betrifft: Sie soll wenigstens erst beim geplanten Bürgerhaus sein. schlug Volker C. Koch (SPD) vor. Zudem sollen die Fuß- und Radwege getrennt werden, das war Kai Kühnel (Bündnis) wichtig.

Ein klarer Wunsch von Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU) lautet, dass die Bahnunterführung der Augustenfelder Straße stadtauswärts offen bleibt - im Siedlungskonzept ist sie komplett geschlossen. Einige Politiker hatten Bedenken, dass die meisten Parkplätze östlich des Bahnhofs dann verloren gehen, und die Anwohner wieder leiden müssten, doch Schmidt-Podolsky winkte ab: „Bis dahin werden wir Vollprofis in der Parkraumbewirtschaftung sein.“ Sie brachte aber die Belastung der Berufsschulanwohner ins Gespräch. Diese Belastung würde aber mit dem Parkhaus gegenüber der Theodor-Heuss-Straße verschwinden, entgegnete der OB. Wolfgang Moll (parteilos) hatte dagegen den Vorschlag, den Grünzug etwas weiter südwestlich verlaufen zu lassen.

Schließlich beschloss der Ausschuss, alle Anregungen zusammenzufassen und sie wieder in die Bürgerbeteiligung zu geben - bei einer zweiten Planungswerkstatt.

(np)

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