Voller Optimismus gehen VfB-Chef Hans Reif (l.) und Stellvertreter Olaf Schellenberger in die neue Badesaison. ost

Vereine engagieren sich fürs Freibad

Ainhofen - Das Ainhofer Freibad ist ein reines Defizitprojekt - allerdings ein sehr schönes. Um das Bad zu erhalten, haben sich jetzt alle Ortsvereine zusammengetan.

Das auf Vereinsbasis vom VfB Ainhofen betriebene Freibad kostet viel Geld. Aber dass hier unzählig viele Kinder im Laufe der Jahrzehnte das Schwimmen erlernt haben, ist nicht nur den Ainhofern viel Wert. So haben sich fast alle Ortsvereine bereit erklärt, heuer keine Partymacher einzuschalten, sondern die große Caribic-Night, am Samstag, 18. Juli, gemeinsam auszurichten, um mit dem Erlös das Freibad zu erhalten.

Der Django-Club als kleinster Verein im Ort, geht mit gutem Beispiel voraus. Die jungen Männer haben bereits angekündigt, den Erlös aus dem Verkauf von Getränken voll und ganz dem VfB zur Verfügung zu stellen. Bei einem Freibad gibt es jedes Jahr viele Arbeiten und Unkosten, das hat VfB-Chef Hans Reif bei der schlecht besuchten Hauptversammlung im Gasthof Gschwendtner in Langenpettenbach gezeigt. Weil das Ainhofener Freibad aber nach wie vor gut in Schuss ist und auch gut besucht wird, lohne es sich allemal, diese Naherholungs-Oase zu erhalten. Das belegt die Statistik über die Badegäste.

Im vergangenen Jahr haben wegen des ungünstigen Sommers nur 12 530 Wasserratten das Freibad besucht. In den letzten zehn Jahren waren es aber durchschnittlich knapp 15 000 Badegäste, die das herrlich gelegene Bergbad schätzten. So ungünstig wie das Wetter im vergangenen Jahr war, war es im Zehn-Jahres-Verlauf noch nie. Es gab nur 32 echte Badetage. Einen Besucherrekord mit knapp 18 000 Badegästen hat man im Jahr 2006 verzeichnet. So ist Reifs einziger Wunsch für die neue Badesaison, dass das Wetter mitmacht.

Auch 2014 waren umfangreiche Saisonvorbereitungsarbeiten notwendig. VfB-Schriftführer Roland Ostermair berichtete von Arbeiten am Kioskgebäude wie das Verblechen des Kamins und das Entfernen des sieben Meter hohen Werbemastens. Auf jeden Fall gelohnt habe sich 2014 die Installation einer Photovoltaik-Anlage, denn wie dem Kassenbericht von Anita Peters zu entnehmen war, hat diese Einrichtung zu einer Stromersparnis von 25 Prozent geführt. Stolz ist der Verein auf das sanierte Kinderbecken. Dass die Grundstockförderung durch die Gemeinde Indersdorf ein Segen für die Freibad-Kasse ist, war dem Bericht von Peters ebenso zu entnehmen.

Was ist sonst noch auf dem Freibadgelände geschehen? Der Garagenvorplatz wurde neu angelegt, die Außenduschen saniert und dringend notwendige Arbeiten am Filtergebäude vorgenommen. Hinzu kamen Grundreinigungsarbeiten im Kiosk, Lagerraum, Kassenraum und den Umkleidekabinen. Auch im Außenbereich musste fleißig Hand angelegt werden. Oberhalb des Beachvolleyballfeldes wurde ein Sandkasten errichtet. Den Maschendraht auf der Nordostseite des Freibades habe man durch Zaunfelder ersetzt. Bewährt habe sich die Abtrennung im großen Becken für den Schwimmerbereich. Auch die Tischtennisplatte wurde renoviert.

Der Vereinskasse tut gut, dass immer mehr Vereine aus nah und fern aber auch Privatpersonen kleinere Feste oder Geburtstage am Freibad feiern. Sogar der Schwimmverein Dachau hat seinen „Schwimmathlon“ in Ainhofen abgehalten, und zahlreiche Kinder aus Weichs und Röhrmoos haben hier ihre Sportabzeichenprüfung abgelegt. Die Indersdorfer CSU feierte in Ainhofen ein Grillfest mit Johanni-Feuer.

Beim VfB kam die Geselligkeit nicht zu kurz. Man nahm am Volksfesteinzug in Indersdorf teil und hat einem schwäbischen „Diskomaker“ das Freibad zum Feiern überlassen. Dass das Ainhofener Freibad von der Öffentlichkeit nach wie vor gut angenommen wird und es ein Verein schon seit 55 Jahren schafft, diese Einrichtung durch eine Vielfalt von Aktionen zu erhalten, freut natürlich den Vorsitzenden des Freibad-Fördervereins, Charlie Böller. Für den Förderverein sei es Ehrensache, auch bei der Caribic-Night im Juli am Maierbräu-Ausschankwagen mitzuarbeiten. Böller lobte vor allem das gute Wirtschaften im VfB.

Das beliebte Freibad soll Mitte Mai wieder seine Pforten öffnen. Bis dahin sind alle Mitglieder aufgerufen, samstags zum Arbeitsdienst zu erscheinen. „Es stehen wieder genügend Arbeiten an“, sagte Freibad-Boß Reif.

Josef Ostermair

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