Blumensträuße und Urkunden gab es für die langjährigen Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt des Ortsverbands Dachau im Ludwig-Thoma-Haus. Zu ihren Ehren fand der Nachmittag statt. fOTO: RDS

Vereinsmeier mit sozialem Engagement

Dachau - Langjährige Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt, Ortsverband Dachau, sind im Thomahaus ausgezeichnet worden. Die Festrede hielt Bezirkstagspräsident Josef Mederer.

„Im Ausland sind wir als Vereinsmeier verschrien, aber das hat auch eine soziale Komponente“, so die Worte Mederers.

20 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich in Sport- und Kulturvereinen oder sozialen Organisationen, wusste Mederer zu berichten. Ohne die Ehrenamtlichen der AWO, so Mederer, gäbe es mehr soziale Kälte. Er stellte aber auch fest, dass sich ein Drittel aller Jugendlichen über 14 Jahren ehrenamtlich betätigten. „Es stimmt also nicht, dass alle Jugendlichen nur am Computer spielen. Das war dem Auditorium doch einen Sonderapplaus wert. Allerdings seien junge Menschen bei einmaligen Aktionen leichter zu gewinnen als für langfristige Engagements.

Doch Mederer stellte heraus: „Das Ehrenamt ist unbezahlbar.“ Deshalb gelte es, dieses noch auszubauen: „Die Gesellschaft muss das anerkennen und noch deutlicher herausstellen.“ Mit der Haftpflichtversicherung für Ehrenamtliche sei schon ein bisschen was erreicht. Aber man solle sich auch Gedanken darüber machen, ob man die Ehrenamtlichen nicht steuerlich entlaste. Er hoffte, das auch zukünftig viele Verantwortung übernehmen. Der oder die Einzelne bekomme für die ehrenamtliche Tätigkeit auch etwas zurück: persönliche Entwicklung und die Freude, anderen geholfen zu haben. Er selbst habe gerade so manche persönliche Freundschaft geschlossen, als er für die Kolpingjugend und fürs BRK tätig war. (rds)

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