Gemeinsam in die Zukunft: Siegfried Ketterl, Bürgermeister Simon Landmann, AV-Vorsitzender Frederik Röder, Thilo Kopmann und Thomas Mösl (v.l.) unterzeichnen den Vertrag. foto: ink

Ein Vertrag für die nächsten Jahrzehnte

Bergkirchen - Das Abwasser der Gemeinde Bergkirchen wird seit vielen Jahren in der Kläranlage Geiselbullach gereinigt. Mit der Einbindung des Gada-Geländes werden neue Verträge mit dem AmperVerband nötig.

Vor über 35 Jahren schlossen der seinerzeitige Abwasserverband Ampergruppe (heute AmperVerband (mit Sitz in Eichenau) und der Abwasserzweckverband Bergkirchen eine Vereinbarung über die Benutzung der Kläranlage in Geiselbullach. Damit verpflichtete sich der AmperVerband, das im Bergkirchner Verbandsgebiet anfallende Schmutzwasser ohne Vorbehandlung abzunehmen und mit dem im eigenen Kanalnetz anfallenden Abwasser zu reinigen. Die Abnahmeverpflichtung bezog sich zunächst auf 8000 Einwohner.

Nach der Gebietsreform im Jahre 1978 wurde der Vertrag 2006 zwecks Einleitung für den Gemeindeteil Bergkrichen-Lus ergänzt. Der nächste große Schritt war die Einbindung des Gada-Gewerbegebiets, so dass das Einleitungskontingent auf 13 000 Einwohnerwerte erhöht wurde. Hinzu kommt jetzt noch der Anschluss von Anwesen im Palsweiser Moos. Mit den Einleitungsrechten bei den Stadtwerken Dachau verfügt die Gemeinde Bergkirchen über 18 000 EW (Einwohnerwerte) an Einleitungskapazität.

Bedingt durch die neue Situation und um die Regelungen „auf ein rechtmäßiges, aktuelles Normengefüge“ zu bringen, haben Bürgermeister Simon Landmann für die Gemeinde Bergkirchen und der AV-Verbandsvorsitzende Frederik Röder in der Kläranlage in Geiselbullach ein neues Vertragswerk auf unbestimmte Zeit unterzeichnet, das laut Bürgermeister Landmann „für die nächsten Jahrzehnte Bestand haben wird“. Erstmaliges Kündigungsrecht besteht zum 31. Dezember 2027. Frederik Röder hob das gute Miteinander mit der Gemeinde Bergkirchen hervor, sowohl bezogen auf die politische Ebene, als auch auf die Verwaltungsseite. Der Bergkirchner Geschäftsleiter Siegfried Ketterl und Thomas Mösl, stellvertretender AV-Geschäftsleiter, haben die Vertragsbedingungen gegenseitig abgestimmt, die vor der Unterzeichnung dem Gemeinderat und der Verbandsversammlung zur Prüfung vorgelegt worden sind.

Der Einkauf in die Anlage kostet knapp eine Million Euro. Landmann ist stolz, dass die Vertragsvereinbarung nun unterzeichnet ist, und sprach von einer „Supersache für Bergkirchen“ mit der Kläranlage Geiselbullach, die an Bergkirchner Gebiet grenzt und über modernste Technik verfügt. „Eine sehr innovative Pilotanlage“, erklärt dazu Thilo Kopmann, AV-Geschäftsleiter, denn die Reinigungsleistung des Wassers beträgt 99 Prozent. Es handelt sich demzufolge um „optisch klares Wasser“, das, wie es heißt, „dem der Amper gleichkommt und die Natur nur unmerklich beeinträchtigt“. Der AmperVerband betreibt etwa 500 Kilometer Schmutzwasserkanäle und reinigt jeden Tag über 30 Millionen Liter Abwasser in dieser hochmodernen, mit mechanischen, biologischen und chemischen Behandlungsstufen ausgestatteten Kläranlage, um den hohen Lebensstandard und den Gewässerschutz auch in Zukunft sicher zu stellen.

(ink)

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